Uetikon

Erster Widerstand gegen Gymi-Millionen

Der Regierungsrat hat Geld gesprochen für das geplante Mittelschulprovisorium in Uetikon. Dagegen gibt es Widerstand: Kantonsrat Hans-Peter Amrein (SVP) überlegt sich, diesen Beschluss anzufechten.

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Der Kanton macht vorwärts mit dem Mittelschulprovisorium in Uetikon, das im Schuljahr 2018/2019 den Betrieb aufnehmen soll. Nachdem die Uetiker Gemeindeversammlung eben erst die notwendige Umzonung der Riedstegwiese gutgeheissen hat, öffnet nun der Regierungsrat seine Schatulle: Er hat am Donnerstag knapp 18,2 Millionen Franken für eine dreistöckige Pavillionanlage aus vorfabrizierten Holz- oder Stahlmodulen bewilligt.

Die Container werden 20 Unterrichtszimmer, zehn Fachkundezimmer, Vorbereitungsräume sowie ein Instrumentalzimmer, eine Mediothek, einen Ess- und Aufenthaltsraum sowie Räume für die Schulverwaltung beherbergen. Das Provisorium mit einer Nutzfläche von rund 3500 Quadratmetern soll die Zeit überbrücken, bis 2028 die Kantonsschule am definitiven Standort auf dem Fabrikgelände der Chemie Uetikon gebaut ist.

Kredit in Eigenregie bewilligt

Der Regierungsrat hat den Betrag in Eigenregie bewilligt. Er betrachtet ihn als gebundene Ausgabe, weil kaum Handlungsfreiheit in zeitlicher, örtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht bestehe, heisst es sinngemäss im Regierungsratsbeschluss.

Der Küsnachter Kantonsrat Hans-Peter Amrein (SVP) sieht dies anders. «Meines Erachtens sind das keine gebundene Ausgaben», sagt er. «Der Kantonsrat muss darum mitreden können.» In den Gemeinden könnten die Exekutiven ja auch nicht im Alleingang Neubauten oder Erweiterungen von Schulen beschliessen, sondern müssten dies vom Volk absegnen lassen.

Amrein überlegt sich, den Beschluss des Regierungsrats anzufechten. Er fände es ohnehin sinnvoller, für das Provisorium bisherige Standorte zu nutzen. Beispielsweise könnte er sich vorstellen, bei den Kantonsschulen Küsnacht oder Enge Baracken aufzustellen. «Das käme günstiger und gäbe mehr Synergien.»

Erstellt: 15.12.2016, 10:16 Uhr

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