Zollikon

In Zollikons Strassen weihnachtet es wieder

Für drei Zolliker Lehrlinge ist die letzten Tage eine beliebte Arbeit angestanden: Die Montage der Weihnachtsbeleuchtung in Berg und Dorf. Die ZSZ schaute bei der Installation zu.

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Er wisse gar nicht, sagt René Kägi, ob er es auch noch so gut könnte. «Zentimetergenau» an Schildern und Ampeln vorbeizirkeln. «Da muss man schon aufpassen, dass man nichts mitnimmt.» Eine Herausforderung, wie sie sein Lehrling im vierten Jahr zum Elektroinstallateur, Géza Kalman, offenbar gut meistert: Dies, indem er im Korb am Arm eines Hebekrans steht und jenen an eine bestimmte Stelle manövriert. Unzählige Male macht der Lehrling dies am Mittwoch.

Unter unfreundlich grauer Hochnebeldecke und in beissender Kälte treffen wir auf ihn, als er sich an der Zolliker Bergstrasse nach oben heben lässt. Um dann an einem Kandelaber den rechteckigen Rahmen mit Sternenmotiv anzubringen – eines von 150 Elementen der Zolliker Weihnachtsbeleuchtung: Damit die festliche Stimmung in den Strassen des Orts wieder Einzug halten kann.

Schwierig an engen Stellen

Schilder und Ampeln hat es an der Stelle unweit des Gemeindehauses keine. Entsprechend schnell, in wenigen Minuten, geht hier das Prozedere in der Höhe vonstatten: Den Rahmen in die vorgesehene, zweifache Halterung schieben und mit je einer Schraube befestigen. Die Lichtergirlanden drapieren und den Stromstecker anschliessen.

Zu diesem Zeitpunkt ist Kalman und mit ihm zwei weitere Lehrlinge schon über einen halben Tag an der Arbeit. Sie sind Auszubildende der örtlichen Elektrofirma Greuter, und Kägi ist ihr Chef – der bis vor einem Jahr selber bei der Montage der Festdekoration Hand angelegt hat. Der nun aber seine Lernenden mit dem entsprechenden Know-how vertraut werden lassen möchte.

Begonnen hat die junge Crew um halb acht Uhr in der Frühe im Zollikerberg. Dort, bei der Einfahrt ins Spital, würden die Signalisationen der Forchbahn denn auch einen der Knackpunkte darstellen, sagt Kalman. Andere eher schwierige Stellen seien der Dufourplatz und die Alte Landstrasse – neuralgische Punkte, wenn Stossverkehr und Busbetrieb aufeinandertreffen, oder wegen der engen Strassenführung. Dass dann ein Automobilist mit Hupen seinem Unmut über die Beleuchtungsmonteure Ausdruck verleihe, komme vor, aber eher selten. «Mittlerweile haben wir einen festen Ablauf unserer Route», sagt Kägi, «durch die wir den grossen Verkehrsströmen ausweichen.»

Seit sechs Jahren mit LED

Immerhin schon 14 Jahre ist denn auch die Firma Greuter – die von Kägis Vater geführt wird – für die Installation der Weihnachtsdekoration zuständig. «Der Verschönerungsverein Zollikon hat 2004 die Beleuchtung angeschafft und ein anderes Elektrogeschäft mit dem Aufhängen beauftragt», erklärt Kägi. «Dieses Geschäft ist dann aber im Folgejahr in Konkurs gegangen.» So sei sein Vater in die Bresche gesprungen. Unterstützt wird dessen Firma von den Werken am Zürichsee. Diese stellen die Hebebühne mit einem Fahrer zur Verfügung. An den hierbei anfallenden Kosten beteiligt sich die Gemeinde Zollikon. Montage, Demontage und Reparatur der Leuchtelemente hingegen berappe Kägis Firma selber.

Vor gut sechs Jahren wurde die Beleuchtung von konventionellen Glühbirnen auf LED umgerüstet. Dadurch habe sich der Energieverbrauch von 7500 auf 1500 Kilowattstunden pro Saison reduziert, sagt Kägi. «Diese Umrüstung hat zum grossen Teil der Verschönerungsverein finanziert, und zu einem Viertel unsere Firma.»

Lager im Gewerbezentrum

In der Zwischenzeit ist Aris Egger – Montage-Elektriker im zweiten Zusatzlehrjahr zum Elektroinstallateur – daran, Nachschub an Rahmen mit Sternmotiv aus dem Lagerabteil im Gewerbezentrum zu holen. Hier werden sie nach dem Dreikönigstag wieder untergebracht, sobald auch allfällige Reparaturen erledigt worden sind.

Egger, der dieses Jahr die Verantwortung für die Montagearbeiten trägt, bringt die Rahmen seinen Kollegen. Mittlerweile sind diese an der Zollikerstrasse vor dem Haus des Pfarrers am Werk. Nun ist Tolga Per an der Reihe. Der Drittjahresstift als Montageelektriker erledigt die zwei letzten Installationen des Tages genauso souverän wie schon zuvor Kalman. «Die Lehrlinge freuen sich immer auf diese Tage», sagt Kägi. Das ist ihnen auch anzusehen. Sie scherzen miteinander, während sie konzentriert arbeiten.

Kurz vor fünf Uhr schaltet sich die Beleuchtung synchron mit den Strassenlampen ein und zeigt das Resultat ihres Wirkens. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.11.2018, 16:04 Uhr

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