Herrliberg

In Wetzwil entsteht ein neues Schulhaus

Die Gemeinde Herrliberg will im kleinen Weiler Wetzwil ein neues Schulhaus bauen und das alte Gebäude sanieren. Doch das Projekt hat noch eine Hürde zu nehmen.

Im Rahmen der Bauarbeiten soll unter anderem das Provisorium, hier im Vordergrund, abgerissen werden. Das Schulhaus dahinter wird energetisch saniert.

Im Rahmen der Bauarbeiten soll unter anderem das Provisorium, hier im Vordergrund, abgerissen werden. Das Schulhaus dahinter wird energetisch saniert. Bild: Wetzwil

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Die Tagesschule Wetzwil ist - auf Schweizerdeutsch gesagt - ziemlich «ab vom Schuss». Weit oberhalb von Herrliberg steht sie inmitten von Ackerland und Bauernhöfen, gleich neben dem historischen Kirchlein Wetzwil. Doch die Abgeschiedenheit der Tagesschule scheint keinen Einfluss auf ihre Beliebtheit zu haben. Während der Schulzeit werden dort rund 60 Kinder aus Herrliberg in drei Doppelklassen unterrichtet.

Die Tagesschule bietet neben dem Unterricht auch Verpflegung am Mittagstisch, Betreuung in der Freizeit und Unterstützung bei der Erledigung der Aufgaben an. Diese Angebote sind zwar freiwillig, aber nicht gratis. Trotzdem werden sie von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt.

Nachfrage steigt

Weil in den letzten drei Jahrzehnten die Nachfrage nach Schulplätzen mit familienergänzenden Tagesstrukturen in Herrliberg stetig gestiegen ist, musste das Schulhaus Wetzwil schon mit zwei provisorischen Pavillons erweitert werden. Nun soll allerdings nach einer langen Planungsphase ein Schulgebäude mit dauerhaftem Charakter entstehen. Seit Ende Juli liegt ein Baugesuch auf der Gemeindeverwaltung auf, das zeigt, was auf dem Grundstück genau geplant ist. Bauherrin ist die Gemeinde Herrliberg.

An der nordwestlichen Seite des rund 6000 Quadratmeter grossen Grundstücks soll in einer ersten Etappe ein schlichtes, zweistöckiges Schulgebäude entstehen. Eine langgezogene Überdachung verbindet den Neubau mit den beiden bestehenden Schulgebäuden und erlaubt es, auch bei Regen trockenen Fusses zwischen den Gebäuden hin und her zu gehen. In einer zweiten Etappe werden die bestehenden Schulhäuser energetisch saniert. Erst dann kommt es zum Abriss der beiden Provisorien. So kann die Schule die Pavillons während der ganzen Bauzeit nutzen und muss keinen Platzverlust hinnehmen. In einem letzten Schritt wird der Sportplatz, der sich jetzt noch inmitten der Gebäudegruppe befindet, an der Nordecke des Areals neu erstellt. So entsteht mit dem geplanten Bauprojekt ein grosszügiger Schulhof, der von der Kirche, dem Neubau und den bestehenden beiden Schulhäusern umgeben wird und über verschiedene Spielangebote verfügt.

Laut dem Baugesuch kostet das Projekt inklusive Neubau und Sanierung rund 5 Millionen Franken. Die voraussichtliche Baudauer erstreckt sich vom Oktober nächsten Jahres bis Juni 2023. Allerdings ist - selbst wenn es gegen das Baugesuch keine Einsprachen gibt - die letzte Hürde für das neue Schulhaus noch nicht genommen. An seiner Sitzung vom 20. August entscheidet der Gemeinderat Herrliberg, ob er das Projekt gutheissen will.

Das Volk hat das letzte Wort

Und dann hat das Herrliberger Stimmvolk das letzte Wort. «Sollte der Gemeinderat das Projekt bewilligen, wird voraussichtlich am 17. November darüber abgestimmt», sagt Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli. Ende August will die Gemeinde genauer über das Projekt informieren.

Erstellt: 08.08.2019, 15:20 Uhr

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