Stäfa

In Stäfa soll ein neues Licht aufgehen

Intelligentes Licht soll die Strassen in Stäfa erhellen. Es schaltet sich je nach Bedarf ein, schwächt sich ab oder erlischt. Doch dafür muss die Gemeindeversammlung am 3. Dezember die teure Variante des Beleuchtungskonzepts wählen.

Am neuen Unteren Grundweg in Stäfa sind bereits Poller und Kandelaber mit LED-Lampen bestückt.

Am neuen Unteren Grundweg in Stäfa sind bereits Poller und Kandelaber mit LED-Lampen bestückt. Bild: Moritz Hager

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Wie dunkel darf die Nacht sein? Wie hell müssen die Strassen beleuchtet sein, um Verkehr und Fussgänger sicher durchs Dorf zu führen? Diese Fragen stehen an der Stäfner Gemeindeversammlung am 3. Dezember im Zentrum. Die neue Strassenbeleuchtung soll Energie sparen und ein Beitrag gegen die Lichtverschmutzung sein. In welchem Mass diese Effekte erreicht werden, überlässt der Gemeinderat dem Souverän. Dieser hat die Wahl zwischen einer Minimal- und einer Maximalvariante. Die erste kostet 750 000 Franken, die zweite über 1,3 Millionen.

Seit 2011 ist die Hälfte der rund 1300 Leuchten in Stäfa auf LED umgestellt worden. Die Kosten beliefen sich bisher auf 631 000 Franken. Das harte, weisse Licht fand aber nicht überall Anklang. Deshalb und wegen der rasanten Entwicklung der LED-Technik hat der Gemeinderat das Konzept zur laufenden Umrüstung überdacht. Ziele: Noch weniger Energie verbrauchen und ein weiter reduzierter Unterhaltsaufwand.

Jede Lampe einzeln steuern

So kamen neue Themen wie die Dimmbarkeit der Lampen, ein Einschalten durch Bewegungssensoren, die Einteilung der Gemeinde in Beleuchtungssektoren, wärmeres Licht, die Fernsteuerung der Lampen mittels Funk, GSM oder Powerline aufs Tapet. Danach sollten alle Neuerungen geprüft werden, ob sie für die schon umgestellten Lichter angewendet werden könnten.

Resultat ist die doppelte Vorlage vom 3. Dezember. Die minimale Variante kostet weniger. Allerdings müsste beim Ersatz der verbleibenden 650 Natriumdampf-Lampen wegen der unterdessen verbesserten LED-Technik ein zweites Steuerungssystem installiert und parallel mit dem alten betrieben werden. Die maximale Variante sieht den Ersatz sämtlicher Lampen inklusive fast aller bereits montierter LED-Lichter vor. Der Vorteil ist, dass dann nur ein Steuerungssystem benötigt wird und alle Lampen einzeln gesteuert werden können. Die eine könnte dank Dimmbarkeit heller, die andere schwächer leuchten. Viele würden erst eingeschaltet, wenn sich ihr ein Fussgänger oder ein Fahrzeug nähert.

Zudem könnte mit der Maximalvariante die seit 2011 angewandte Praxis – Abschaltung aller Laternen in Stäfa ausser am Wochenende zwischen 01.15 und 04.45 Uhr - verfeinert werden. Die Dimmung einzelner Lampen spart Strom- und Unterhaltskosten und reduziert die Lichtemissionen, heisst es in der Weisung zur Gemeindeversammlung.

In 25 Jahren kompensiert

Der Gemeinderat empfiehlt die Vorlage für 1,3 Millionen Franken zu Annahme: «Der wirtschaftliche Vergleich zeigt, dass bei der Variante Maximal die Investitionskosten zwar 1,66 Mal höher liegen als bei der Variante Minimal, ihre tieferen Energie- und Unterhaltskosten diese aber über die ganze Betriebsdauer von 25 Jahren gerechnet mehr als kompensieren.»

Festgelegt wurde bereits, dass alle neuen LED-Lampen nur noch 3000 statt wie bisher 4000 Kelvin Lichtstärke ausstrahlen werden. Das sorgt für eine wärmere Lichtfarbe. Egal für welche Variante sich die Gemeindeversammlung entscheidet, soll die Umstellung in beiden Fällen innerhalb von drei Jahren vollzogen werden. Sonst läuft Stäfa Gefahr, in die nächsten Entwicklungsstufen der LED-Technik zu geraten, was neue Probleme der Kompatibilität verursachen könnte. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.11.2018, 15:42 Uhr

Weitere Geschäfte an der Gemeindeversammlung

Budget und Umzonung

An der Stäfner Gemeindeversammlung vom 3. Dezember kommen neben der öffentlichen Beleuchtung zwei weitere Geschäfte zur Abstimmung. Das Budget sieht eine Rechnung von je rund 120 Millionen Franken an Ausgaben und Erträgen vor. Der Steuerfuss soll gemäss Antrag des Gemeinderats von 90 auf 88 Prozent gesenkt werden.

Drittes Geschäft ist eine Anpassung des Kernzonenplans Ötikon-Oberhausen am Kronenweg, oberhalb der Wirtschaft zur Krone. Der private Eigentümer der Liegenschaften Kronenweg 1, 3 und 5 will die denkmalpflegerisch schutzwürdigen Gebäude sanieren und teilweise umbauen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stäfa. Wichtigste Änderung ist die Erhöhung der Geschosszahl.
Mit drei statt wie bisher zwei Vollgeschossen erscheine «das Gebäudevolumen proportionierter und bette sich besser in diesem komplexen Bereich zwischen Schutzobjekten und hinterliegender dreigeschossiger Wohnzone besser ein», heisst es in der Weisung an die Stimmberechtigten.

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