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In Küsnacht können wieder Pirouetten gedreht werden

Mit zwei Tagen Verspätung wurde die Kunsteisbahn in Küsnacht eröffnet. Durch das warme Wetter und den starken Sonnenschein der letzten Woche mussten die Verantwortlichen auch während der Nächte arbeiten, um die nötige Eisdicke herzustellen.

Zum ersten Mal dieses Jahr gleiten Schlittschuhkufen über das Aussenfeld der Kunsteisbahn Küsnacht.
Zum ersten Mal dieses Jahr gleiten Schlittschuhkufen über das Aussenfeld der Kunsteisbahn Küsnacht.
Moritz Hager

Nein, der Wettergott scheint kein Fan des Schlittschuhlaufens zu sein. Zuerst lässt er während Tagen bei knapp 20 Grad die Sonne scheinen, sodass die Herstellung eines Eisfelds zur Herkulesaufgabe wird. Und just an dem Tag, an dem die Eisbahn eröffnet wird, regnet es bei neun Grad.

Bei der Eisbahn handelt es sich um das Aussenfeld der Kunst­eisbahn Küsnacht, das seit gestern um 13 Uhr wieder geöffnet ist. Ursprünglich war der Saisonstart für letzten Samstag geplant, doch wegen des zu warmen Wetters und des starken Sonnenscheins mussten die Verant­wortlichen das Eröffnungsdatum um zwei Tage verschieben. «Am Samstag zu eröffnen, wäre sicher optimaler gewesen», sagt Bruno Kuster, Betriebsleiter der KEK. Doch dafür habe das Wetter einfach nicht mitgespielt.

Aufbau erfolgt Schicht für Schicht

Das Erstellen einer Eisbahn sei eine komplexe Angelegenheit, sagt Kuster. Bei optimalen Witterungsbedingungen, in diesem Fall kühlen Temperaturen, könne­ ein Eisfeld in weniger als einer Woche hergerichtet werden. Doch bei Sonnenschein und 20 Grad sei dies schlicht nicht möglich, sagt Kuster und erklärt: «Weil ein Eisfeld Schicht für Schicht erstellt werden muss, ist starker Sonnenschein bei warmen Temperaturen sehr ungünstig.» Dadurch nämlich würden die einzelnen Schichten gleich wieder wegschmelzen.

Speziell bei der fünf bis zehn Millimeter dicken Grundeisschicht habe man grosse Schwierigkeiten gehabt, sagt der Betriebsleiter. Nach der Grundschicht käme eine Schicht Eis, die aus Wasser gemischt mit Kreide besteht, wodurch die Eisfläche ihre charakteristische weisse Farbe bekommt. Zum Schluss würden durch stünd­liches Aufspritzen noch einmal mehrere Schichten hinzugefügt, bis eine Dicke von fünf Zenti­metern erreicht ist.

Um diese Eisdicke trotz der wetterbedingten Schwierigkeiten zu erreichen, arbeiteten Kuster und seine Leute die gesamte letzte Woche fast pausenlos. «Zum Glück konnten wir genügend Personal mobilisieren, um einen solchen Aufwand zu betreiben», sagt Kuster. Ansonsten ­hätte man die Eröffnung voraussichtlich um mindestens eine Woche verschieben müssen.

So aber gelang es dem Team, die Eisfläche mit nur zwei Tagen Verspätung, dafür perfekt prä­pariert, fertigzustellen. Kaum aber ist die Eisbahn bereit für ­alle Schlittschuhfreunde, kommt eben jenes Wetter, welches Kuster sich in der vorherigen Woche gewünscht hätte: kühl und wolken­verhangen. Wohl aus diesem­ Grund dreht in der ­ersten halben Stunde nach ­Eröffnung dann auch lediglich eine einzige Schlittschuhläuferin ­ihre Runden.

Ansturm beginnt erst im November

Bruno Kuster relativiert aber das Problem: «In den letzten Jahren war es meist so, dass der grosse Besucheransturm erst im November begann.» Zurzeit sei einfach noch nicht die richtige Stimmung zum Schlittschuhlaufen. Keine Rolle spielt die Stimmung für die verschiedenen Vereine, die das Aussenfeld zum Trainieren nutzen. Sie belegen die Eisbahn jeweils am Abend und sind froh um den zusätzlichen Trainingsplatz.

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