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Kein Gehör für den Fluglärm

Christian Dietz-Saluz zum Entscheid des Bundesrats, den Entwicklungsplan für den Flughafen, der pro Jahr bis zu 13'000 Südstarts geradeaus vorsieht, gutzuheissen.

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Der Bundesrat hat wie befürchtet entschieden. Die Südstarts bei Bise und Nebel vom Flughafen Zürich sind beschlossene Sache. Die am Zürichsee verhassten Südanflüge erhalten ein unwillkommenes Lärm-Pendant. 4500 Einwendungen gaben Gemeinden, Schutzorganisationen und Private im Vernehmlassungsverfahrens zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL 2) ab. Sie alle wischte der Bundesrat vom Tisch. Was bleibt, sind Ernüchterung, Enttäuschung und Empörung. Letzte Hoffnung ist eine strenge unabhängige Kontrolle, wann gegen Süden gestartet werden darf. Denn Bise und Nebel sind unsichere Begriffe.

Sicher ist hingegen, dass es 85 Prozent Zustimmung für Ausbaupläne des Flughafens, wie früher üblich, am See nie mehr geben wird. Hier ist das Vertrauen in Bund und Flughafenbetreiber verflogen. Endgültig.

Erstellt: 23.08.2017, 18:02 Uhr

Christian Dietz-Saluz, Reporter

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