Hombrechtikon

Hombrechtiker nehmen «einmalige» Jahresrechnung an

Nach der Rechnungsabnahme informierte der Hombrechtiker Gemeinderat über die Spitex und die Nichtbeteiligung am Frohberg-Ausbau.

An der Hombrechtiker Gemeindeversammlung gab es nichts zu diskutieren.

An der Hombrechtiker Gemeindeversammlung gab es nichts zu diskutieren. Bild: Archiv Reto Schneider

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Gekleidet im weissen Hemd mit Ähren-Logo und Hombrechtikon-Schriftzug hat sich Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP) an 80 anwesende Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Gemeindesaal gewandt. «Dank einem grosszügigen Spender dürfen wir Sie heute in diesen schönen Hemden begrüssen», erklärte er die einheitliche Bekleidung des gesamten Gemeinderats. Die Versammlung würdigte das Geschenk mit einem spontanen Applaus.

Auch im Verlauf der Versammlung behielt der Gemeinderat eine weisse Weste: Die Traktanden Jahresrechnung 2018 und die sechs Einbürgerungsgesuche führten zu keinerlei Fragen und wurden ohne Gegenstimme angenommen. Die Rechnung schloss 4,6 Millionen Franken besser als budgetiert. Bei einem Aufwand von 52,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 57 Millionen Franken resultierte ein Plus von 4,3 Millionen Franken. Im Voranschlag rechnete der Gemeinderat mit einem Minus von 346000 Franken.

«Allzeithoch»

RPK-Präsident Remo Pfyl (parteilos) lobte den guten Abschluss und äusserte den Wunsch, in den nächsten zehn Jahren ähnliche Rechnungsabschlüsse vorgelegt zu bekommen. Finanzvorstand Daniel Wenger (FDP) erläuterte danach die Gründe für den guten Abschluss. Auf der Aufwandseite habe einzig die Abteilung soziale Wohlfahrt schlechter abgeschlossen als budgetiert. Gestiegene Ausgaben für die Zusatzleistungen zu AHV und IV sowie für die Sozialhilfe haben zu einem Abschluss von 140000 Franken über dem Voranschlag geführt.

Letztlich ist der Grund für den grössten Gewinn seit 2011 vor allem auf der Einnahmenseite zu finden. So wurden gegenüber dem Budget um 3,9 Millionen Franken höhere Einnahmen durch die Grundstückgewinnsteuer verbucht. Wenger bezeichnete diese Einnahme als «Allzeithoch». Mahnend fügte er aber an, dass die hohen Einnahmen zu einem grossen Teil durch Handänderungen zustande gekommen seien, die für 2019 geplant gewesen wären. Dies führe dazu, dass die für das laufende Jahr budgetierten Einnahmen in der Höhe von 11 Millionen kaum erreicht würden. Doch er wolle die Freude nicht weiter schmälern, sagte er und übergab das Wort der Versammlung. SVP-Präsident Stephan Gafner ergriff das Wort, dankte dem Gemeinderat für die Budgetdisziplin und das «einmalige, gewaltige Ergebnis». Er bat die Behörde, diese Disziplin aufrechtzuerhalten, um künftig Steuererhöhungen zu vermeiden. Nach seinem Votum nahm die Versammlung die Jahresrechnung 2018 einstimmig an.

«Kein Präjudiz»

Es folgte eine kurze Information zum im April kommunizierten Entscheid, die Spitex weiterhin in die Alterszentren Breitlen einzubinden. Nach der Prüfung von verschiedenen Möglichkeiten habe sich die Variante «alles aus einer Hand» als beste Option ­herausgestellt, sagte Finanzvorstand Wenger. Für Fragen dazu verwies er auf eine Informationsveranstaltung am 21. August.

Auch bei der zweiten Information ging es um die Darlegung eines gemeinderätlichen Entscheides, nämlich um denjenigen, sich beim Ausbau des Sportplatzes Frohberg in Stäfa nicht zu beteiligen. Man werde aber 166000 Franken für die Sanierung der bestehenden Garderoben beisteuern, hielt Gemeinderat Thomas Wirth (GLP) fest. Hinter dem Entscheid stünden finanzpolitische Überlegungen. Dieser Grund würde in einer Klausel im Vertrag mit der Gemeinde Stäfa als Möglichkeit für eine Nichtbeteiligung aufgeführt und sei daher völlig legitim, erklärte der Vorstand Hochbau und Liegenschaften. Er betonte weiter, dass der Gemeinderat weder den Vertrag mit Stäfa grundsätzlich infrage stelle noch dass der Entscheid ein Präjudiz für künftige Ausbauten bedeute.

Erstellt: 19.06.2019, 23:42 Uhr

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