Hombrechtikon

Hombrechtikon rechnet dank Finanzausgleich mit Überschuss

Die Gemeinde Hombrechtikon budgetiert für 2019 einen Gewinn von rund 1,9 Millionen Franken. Grund dafür sind die Einnahmen aus dem Finanzausgleich. Der Steuerfuss bleibt unverändert.

Bessere Aussichten: In Hombrechtikon geht es mit Blick auf das Gemeindebudget wieder aufwärts.

Bessere Aussichten: In Hombrechtikon geht es mit Blick auf das Gemeindebudget wieder aufwärts. Bild: Archivfoto: Andreas Faessler

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Der Voranschlag der Gemeinde Hombrechtikon für das kommende Jahr weist einen Ertragsüberschuss von 1,9 Millionen Franken aus, wie der Gemeinderat bekanntgegeben hat. Damit strebt die Gemeinde erstmals seit vier Jahren wieder schwarze Zahlen an. Für das laufende Jahr rechnet sie noch mit einem Defizit von rund 350 000 Franken, in den drei Vorjahren variierte das budgetierte Minus zwischen 1,6 und 2,6 Millionen.Der Grund für die positive Entwicklung ist der Finanzausgleich, wie Finanzvorstand Daniel Wenger (FDP) bestätigt. Konkret sieht es so aus, dass der Finanzausgleich nächstes Jahr knapp 11,6 Millionen Franken in die Kasse spülen dürfte. Das sind rund 5,5 Millionen mehr als im laufenden Jahr. Für die Berechnung des Finanzausgleichs sind neuerdings, wie in allen Gemeinden des Kantons, die aktuellen Budgets massgeblich, mit den jeweiligen Steuerfüssen und Steuererträgen. Nehmen diese ab, können die Empfängergemeinden mit höheren Beiträgen rechnen – und umgekehrt.

Sinkende Steuererträge

Die ordentlichen Steuererträge in Hombrechtikon werden für 2019 auf 24 Millionen Franken veranschlagt. Damit gehen sie im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Millionen zurück. Dazu kommen die Grundstückgewinnsteuern, die auf 3,6 Millionen beziffert werden, womit sie ebenfalls etwas tiefer ausfallen als im Budget fürs laufende Jahr. Der Anteil der Grundstückgewinnsteuern am Steuerertrag liegt nun bei 13 Prozent.

Die Steuererträge sind schon seit 2015 rückläufig, als sie noch 28 Millionen erreichten. 2017 brachen sie um fast 7 Millionen ein, mutmasslich auch, weil der in der Zwischenzeit verstorbene Unternehmer Andy Rihs die Gemeinde verliess. Gemäss Finanzvorstand Wenger ist die sinkende Tendenz auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Dazu gehört neben dem Wegzug von potenten Steuerzahlern die Zuwanderung von weniger begüterten Leuten oder Rentnern – und vor allem der vergleichsweise hohe Steuerfuss, der bei 119 Prozent liegt und auch 2019 auf diesem Niveau bleiben soll. Die Bevölkerungszahl nimmt gemäss Wenger nach wie vor zu und liegt bei rund 9000 Einwohnern.

«Kein Leistungsabbau»

Die Finanzlage beurteilt der Gemeinderat trotz budgetiertem Überschuss nach wie vor als angespannt. Deshalb will man laut Wenger am Sparkurs festhalten und bei jeder neuen Investition genau prüfen, ob sie wirklich nötig ist. «Ein Leistungsabbau steht aber nicht zur Diskussion», betont er. Kommt dazu, dass die Einnahmen aus dem Finanzausgleich laut Wenger künftig nicht mehr so hoch sein dürften wie 2019, wenn auch immer noch höher als in den Vorjahren. Es sei klar, dass man weiterhin sparsam mit den Mitteln umgehen werde.

Die Investitionen für 2019 werden den seit mehreren Jahren bestehenden Plafond von vier Millionen Franken pro Jahr dennoch übersteigen: Sie werden auf 8,4 Millionen beziffert, wovon knapp die Hälfte den Gemeindewerken zugute kommt. Daneben fliesst das Geld vor allem in den Bau und Unterhalt von Gemeindestrassen, während im übernächsten Jahr grössere Investitionen im Schulbereich geplant sind. Mit den Mehrausgaben würden aber vor allem aufgeschobene Investitionen ausgeglichen, erklärt Wenger, mittelfristig und im Durchschnitt wolle man den Investitionsplafond von vier Millionen einhalten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.11.2018, 15:50 Uhr

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