Hombrechtikon

Hombrechtiker zeigten Stimmenvielfalt

Am Wochenende fand in Hombrechtikon das Konzertprojekt «Hombi singt» statt. 220 Sängerinnen und Sängern luden zum gemeinsamen Auftritt in der reformierten Kirche.

Beeindruckender Anblick: 220 Sänger traten in der reformierten Kirche gemeinsam auf.

Beeindruckender Anblick: 220 Sänger traten in der reformierten Kirche gemeinsam auf. Bild: Moritz Hager

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Auf 8800 Einwohner kommen in Hombrechtikon ganze neun Chöre. Und diese haben nach ihrem letzten gemeinsamen Konzertprojekt vor neun Jahren beschlossen, mit «Hombi singt» erneut den breiten Querschnitt an Gesangsrichtungen vorzustellen, die in der Gemeinde geboten werden.

Sich singend vorstellen

Schon der Anblick der rund 220 Sängerinnen und Sänger, wie sie den Chor der reformierten Kirche gänzlich ausfüllen, ist beeindruckend. Da stehen sie, Schulter an Schulter, vorwiegend in weissen Hemden und Blusen und stimmen gemeinsam das «I Will Sing With The Spirit» des populären Komponisten John Rutter an. Das klingt wunderbar und die Stimmenvielfalt erfüllt die Kirche, die bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Der frühere Gemeindepräsident Max Baur, der seit 19 Jahren den Sängerverein dirigiert und selber im gemischten Chor Cantiamo mitsingt, begrüsst im Namen der neun Chöre das Publikum und wird in der Folge die Auftritte der einzelnen Gruppen ankündigen. Jeder Chor hat so die Gelegenheit, sich singend vorzustellen. Den Anfang machen der Reformierte Kirchenchor mit seinen 44 Mitgliedern, der seit diesem Jahr von Maria Mark Hort geleitet wird.

In diesem Block hat auch der 1919 gegründete St. Niklaus-Chor mit 14 Singenden seinen Auftritt, für den Chorleiter Andres Heredia ein russisch-orthdoxes Lied ausgewählt hat. Zudem singen beide Kirchchöre noch gemeinsam. Erfrischend heiter sind die Liedervorträge des Kinder- und Jugendchors, der Teil der St. Niklauskirche ist, wie Max Baur informiert.

Einheitliche Foulards

Der gemischte Chor Cantiamo, der 2002 von der aktuellen Chorleiterin Verena Solenthaler gegründet wurde, hebt sich farblich wegen seiner einheitlichen Foulards ab und demonstriert damit auch seine Zugehörigkeit. Es mag wohl ein Zufall sein, dass gerade in diesem Chor auch der derzeitige Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP), genauso wie eingangs erwähnt sein Vorgänger, mitwirkt. Andreas Egli, der die meisten Lieder am Klavier begleitet, darf beim wortlosen «Gavotte» ruhen, das a capella vorgetragen wird.

Erst seit zehn Jahren gibt es den von Franca Wermuth geleiteten Gospel-Bridge, bei dem 30 Singfreudige mitmachen. Hier markieren blaugrün schimmernde Foulards, zu welchem Chor man gehört.

In einer eigenen Liga

Da die Flausenkids am Samstagabend anderweitig engagiert sind – sie treten nur am Sonntag auf – ist der Operettenchor an der Reihe. Das 27-köpfige Ensemble ist Teil der Operettenbühne Hombrechtikon, die seit 1994 alljährlich im Herbst eine Operette zur Aufführung bringt. Heuer wird mit Carl Zellers «Vogelhändler» das 25-Jahr-Jubiläum begangen.

Obschon aus Laien bestehend, die meisten schon seit über 20 Jahren dabei, singt der Operettenchor in einer eigenen Liga: Klar und gewaltig ist der vierstimmige Gesang, und es kommt einem vor, als sängen Solisten vorne im Chor, so voll und tragend sind die Stimmen.

Wunderschön und rassig kommt «O habet acht» aus dem im letzten Jahr aufgeführten Zigeunerbaron daher, verspielt rhythmisch und sanft mitreissend ist das «Schenkt man sich Rosen in Tirol» aus dem Vogelhändler.

Da der Chorleiter Caspar Dechmann verhindert war, hat Andreas Egli vom Klavier aus den Takt angegeben und virtuos den musikalischen Rahmen geboten.

Historische Vereine

Bevor alle neun Chöre als Gesamtchor das Konzert beschliessen, treten mit dem 1832 gegründeten Sängerverein und dem seit 144 Jahren bestehenden Frauenchor «zwei historische Vereine» – wie Max Baur sie vorstellt – auf.

Ersten dirigiert er selber, währenddem die Damen von Szilvia Géczy angeführt werden. Gemeinsam bestreiten die beiden Chöre das 1980 von Paola am Eurovision de la Chanson vorgetragene «Cinéma», welches ihr den 4. Platz einbrachte. Stimmig ist das «Ich han en Schatz am schöne Zürisee», das von einigen Zuschauern gar mitgesungen wird. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.06.2018, 18:58 Uhr

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