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Herrliberg rechnet mit steigenden Steuereinnahmen

Die Gemeinde Herrliberg geht für das Jahr 2018 von einem Defizit von 1,3 Millionen Franken aus. Damit budgetiert der Gemeiderat trotz steigender Steuereinnahmen pessimistischer als im Vorjahr. Auf der Ausgabenseite dürften vor allem die Zahlungen in den Finanzausgleich ins Gewicht fallen.

Defizit trotz höheeren Steuereinnahmen: Nicht zuletzt wegen den Finanzausgleichszahlungen an den Kanton rechnet die Gemeinde Herrliberg für das nächste Jahr mit einem Defizit von 1,3 Millionen Franken.
Defizit trotz höheeren Steuereinnahmen: Nicht zuletzt wegen den Finanzausgleichszahlungen an den Kanton rechnet die Gemeinde Herrliberg für das nächste Jahr mit einem Defizit von 1,3 Millionen Franken.
Michael Trost

Das Budget von Herrliberg sieht für das nächste Jahr ein Defizit von 1,3 Millionen Franken vor. Das schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Vor einem Jahr hatte Herrliberg noch einen Gewinn von 120 000 Franken budgetiert. Der Gemeinderat rechnet mit Erträgen in der Höhe von 87,1 Millionen Franken denen Ausgaben von 88,5 Millionen gegenüber stehen. Die Steuererträge dürften auch nach dem Rekord von 44,6 Millionen Franken im Jahr 2016 leicht weiter steigen. Für 2018 werden sie auf 46,6 Millionen veranschlagt.

Die steigenden Steuereinnahmen schlagen sich auf die Zahlungen in den Finanzausgleich nieder, wenn auch mit einer Verzögerung von zwei Jahren. «Der grösste Ausgabenposten ist mit 26,5 Millionen Franken sicherlich der Finanzausgleich», sagt Finanzvorsteher Reto Furrer (FDP). Der Mehraufwand gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,7 Millionen Franken. Nicht vom Finanzausgleich tangiert sind die Grundstückgewinnsteuern. Diese belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken.

Im nächsten Jahr zu Buche schlagen dürften neben dem Finanzausgleich vor allem die Abschreibungen. «Wir konnten dieses Jahr grössere Projekte wie das Kinderbetreuungshaus oder das Glasfasernetz fertig stellen, welche nun abschreibungspflichtig werden», sagt Furrer. Ausserordentlich abgeschrieben werden sollen auch 160 000 Franken die Planung des abgelehnten Zentrumsprojekts, sowie 400 000 Franken für die Schulinformatik.

Gebundene Ausgaben

Geplant sind Investitionen in der Höhe von 7,5 Millionen Franken. Das sind 2,3 Millionen weniger als im Voranschlag für das laufende Jahr – auch dank einer Darlehensrückzahlung des Spitals Männedorf von 1 Million Franken. Die Gelder sollen etwa zur Sanierung der Sportanlage Langacker verwendet werden. Nach zehn Jahren muss der Kunstrasen für geschätzt 800 000 Franken ersetzt werden. Für weitere 880 000 Franken wird das Dach und die Lüftung der Sporthalle erneuert. Beim Strassenunterhalt sind 450 000 Franken für die Sanierung der Schulhausstrasse budgetiert. Bei diesen Investitionen handelt es sich durchwegs um gebundene Ausgaben.

Der Selbstfinanzierungsgrad der Gemeinde liegt bei 85 Prozent. Das bedeutet, dass die laufenden Ausgaben zu diesem Anteil durch die Einnahmen gedeckt werden können. In der Rechnung von 2016 wurde er noch mit 90,2 Prozent ausgewiesen. «Um die Investitionen zu finanzieren, ist die Gemeinde immer noch auf Fremdkapital angewiesen, wenn auch auf weniger», erklärt Furrer.

Steuerfuss beibehalten

Am tiefen Steuerfuss will der Gemeinderat dennoch nicht rütteln. Gegenüber der Gemeindeversammlung beantragt er, diesen bei 78 Prozent zu belassen. Furrer zeigt sich erfreut über die konstante Zunahme der ordentlichen Steuererträge. Als möglichen Grund nennt er das Bevölkerungswachstum in Herrliberg. «Die Finanzkrise ist überwunden und die gut Verdiener haben wieder mehr zu versteuern.»

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