Herrliberg

Herrliberg nimmt Schnellladestation für Elektroautos in Betrieb

Einkaufen und gleichzeitig den Akku des Elektroautos aufladen – an der Forchstrasse in Herrliberg ist dies seit Dienstag möglich.

Elius Agolli von der Janzi AG, Marco Giansiracusa vom ewz und der Herrliberger Gemeinderat Thomas Dinkel (FDP) präsentieren die neue Ladestation.

Elius Agolli von der Janzi AG, Marco Giansiracusa vom ewz und der Herrliberger Gemeinderat Thomas Dinkel (FDP) präsentieren die neue Ladestation. Bild: Michael Trost

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Elektroautos fahren nicht nur leise. Auch das Aufladen erfolgt stiller als das Tanken herkömmlicher Autos. Elektro-Ladestationen brummen nicht wie Zapfsäulen, die Benzin oder Diesel in die Tanks pumpen. Nur ein Piepsen ertönt, als Marco Giansiracusa vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) den Stecker an einem Chevrolet Volt anschliesst. Das Signal zeigt an, dass der Akku des weissen Elektroautos nun aufgeladen wird. Die Demonstration mit dem Fahrzeug des EWZ ist also geglückt.

Seit Dienstag können in Herrliberg auf dem Parkplatz bei der Post an der Forchstrasse Elektroautos aufgeladen werden. Es handelt sich um die erste Schnellladestation in der Gemeinde. Vor fünf Jahren wurde die Trafostation, die sich unter dem Parkplatz befindet, erneuert. «Da war es naheliegend, eine Ladestation zu bauen», sagt der Herrliberger Tiefbauvorstand Thomas Dinkel (FDP).

Der Bau der Station ist Teil der Energiestrategie, die der Gemeinderat verfolgt. Um diese umzusetzen, traf das Gremium verschiedene Massnahmen. So wirbt der Gemeinderat zum Beispiel an Informationsständen für die Elektromobilität. Dies tat er auch am Frühlingsmarkt im letzten Jahr. «Damals haben wir Probefahrten mit Teslas angeboten», sagt Dinkel. «Das hat ziemlich eingeschlagen.» Er berichtet von Interessierten, die sich daraufhin Elektroauto angeschafft haben – oder zumindest damit liebäugeln.

100'000 Franken investiert

Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Schnellladestationen, wo oft nur die Karten des spezifischen Anbieters akzeptiert werden, kann in Herrliberg der bezogene Strom mit der Kredit-, Post- oder Bankkarte bezahlt werden. 32 Rappen kostet eine Kilowattstunde. Ein VW e-Up zum Beispiel wird in rund 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen. Je nach Kapazität der Batterie, der Fahrweise und der Topographie der Route reicht eine Ladung eines durchschnittlichen Elektrofahrzeugs für rund 150 Kilometer.

Im Gegensatz zu anderen Schnellladestationenkann kann der bezogene Strom mit der Kredit-, Post- oder Bankkarte bezahlt werden.

Etwa sechs Franken kostet «einmal volltanken» an der Ladestation in Herrliberg. Hinzu kommt noch die Gebühr für den Parkplatz, wobei die erste Stunde gratis ist. Die Station liefert sowohl Gleichstrom als auch Wechselstrom und verfügt über alle drei bei Elektroautos gängigen Steckertypen.

Rund 100 000 Franken hat der Gemeinderat für den Bau der Station investiert. Bewilligt hat die Behörde die Investition in Eigenkompetenz. Für die Umsetzung des Projekts wurde das EWZ mit der Planung und Ausführung, das Planungsbüro Janzi AG für die Elektroinstallation beauftragt. Mit den 32 Rappen Einnahmen pro Kilowattstunde sollen laut Dinkel die Betriebskosten gedeckt werden.

Nachhaltiger Strom

«Wir wollen mit der Ladestation die Elektromobilität fördern», sagt Thomas Dinkel. Auf dem Postparkplatz fliesst nachhaltig gewonnene Energie, denn seit 2008 wird in Herrliberg nur noch Strom aus erneuerbaren Quellen angeboten. Und es sollen noch mehr Bürger für die Elektromobilität begeistert werden. «In den nächsten zwei Jahren», sagt Dinkel. «Wird die Gemeinde zwei weitere Ladestationen installieren.» Eine soll sich beim Steinrad-Parkplatz befinden, die andere weiter oben im Dorf, bei der Vogtei. Im Bezirk Meilen sind nebst der neuen in Herrliberg noch weitere Schnellladestationen in Betrieb: So etwa beim Parkhaus Dorfplatz in Meilen, dem Hotel Boldern in Männedorf oder den Werken am Zürichsee in Küsnacht.

Erstellt: 16.07.2019, 16:51 Uhr

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