Zollikon

Heimatschutz ist vorerst gescheitert

Der Zürcher Heimatschutz konnte mit einer Aufsichtsbeschwerde zur Zolliker Wirtschaft zur Höhe nicht reüssieren. Trotzdem könnte das Haus vor dem Abriss bewahrt werden.

Ob die Wirtschaft zur Höhe, in der bis vor kurzem noch ein Gourmetrestaurant beheimatet war, wirklich vom Abbruch verschont bleiben wird, ist noch unklar.

Ob die Wirtschaft zur Höhe, in der bis vor kurzem noch ein Gourmetrestaurant beheimatet war, wirklich vom Abbruch verschont bleiben wird, ist noch unklar. Bild: Archiv ZSZ

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Die Zürcher Baudirektion tritt auf die Aufsichtsbeschwerde des Zürcher Heimatschutzes, die Wirtschaft zur Höhe ins Inventar der schützenswerten Bauten aufzunehmen, nicht ein, wie die Gemeinde Zollikon mitteilt.

Die Baudirektion habe es nicht als Rechtsverletzung angesehen, dass das Gebäude nicht in einem bestehenden Schutzinventar aufgeführt werde. Hintergrund für den Vorstoss des Heimatschutzes ist, dass der Eigentümer das wohl mehr als 400 Jahre alte Gebäude gegenüber der Zolliker Allmend abreissen möchte, um dort ein Zweifamilienhaus zu erstellen.

Heimatschutz hofft auf Gemeinde

Martin Killias, Präsident des Heimatschutzes, bestätigt zwar den negativen Entscheid des Kantons, gibt sich aber dennoch gelassen. Er verweist auf die Gemeinde Zollikon, die inzwischen ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, um die Schutzwürdigkeit des Hauses abklären zu lassen. «Das ist ja genau das, was wir wollten», betont Killias. «Uns geht es vor allem darum, dass bei der Wirtschaft zur Höhe genauer hingeschaut wird: Es ist ein potentiell schützenswerter Bau.» Bei der Aufnahme ins Inventar ist ein Haus denn auch nicht automatisch geschützt. Vielmehr muss bei inventarisierten Bauten die Schutzwürdigkeit abgeklärt werden, bevor baulich etwas verändert werden darf.

Als der Heimatschutz die Beschwerde einst eingereicht hatte, waren zwar die Abbruchpläne der Eigentümer schon publik, aber das Baugesuch war noch nicht eingereicht worden. Mit dem Einreichen des Gesuchs Mitte Januar wurden die kommunalen Behörden dann aktiv.

Ob Wirtschaft bleiben kann, ist noch unklar

Ob die Wirtschaft zur Höhe, in der bis vor kurzem noch ein Gourmetrestaurant beheimatet war, wirklich vom Abbruch verschont bleiben wird, ist allerdings noch unklar: Dazu muss erst einmal besagtes Gutachten vorliegen. Dieses werde den Behörden als Grundlage für den Entscheid über das Baugesuch dienen, schreibt die Gemeinde Zollikon.

Erstellt: 14.02.2019, 17:43 Uhr

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