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Handy-Betrüger soll zurück in den Irak

Ein ehemaliger Flüchtling hat im Internet Smartphones angeboten, abkassiert und die Käufer nie beliefert. Die Staatsanwaltschaft fordert einen Landesverweis. Möglicherweise kann der Beschuldigte, der im Bezirk Meilen lebt, aber hier bleiben.

Vor dem Bezirksgericht Meilen musste sich am Montag Iraker verantworten, der im Internet rund 50 Personen abgezockt hat. Er verkaufte ihnen Smartphones, lieferte diese aber nie aus und brach den Kontakt ab, nachdem die Käufer bezahlt hatten.
Vor dem Bezirksgericht Meilen musste sich am Montag Iraker verantworten, der im Internet rund 50 Personen abgezockt hat. Er verkaufte ihnen Smartphones, lieferte diese aber nie aus und brach den Kontakt ab, nachdem die Käufer bezahlt hatten.
Symbolbild, Keystone

«Nicht die Strafe wäre das Problem, sondern der Landesverweis», sagte der Bruder des Beschuldigten vor dem Prozess zum Verteidiger. Und der drohende Landesverweis kam an der Verhandlung von Montag am Bezirksgericht Meilen immer wieder zur Sprache. Auf der Anklagebank sass ein 23-jähriger Iraker, der mit seiner Familie 2011 in die Schweiz geflüchtet ist. Es war bereits die zweite Flucht der Familie: Während des Irakkriegs hatte sie sich nach Syrien in Sicherheit gebracht, und als dort der Bürgerkrieg ausbrach, flüchtete sie erneut.

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