Uetikon

Grosser Gewinn, kurze Versammlung

Um viele Zahlen ging es gestern Abend an der Gemeindeversammlung in Uetikon – und zum Schluss auch ein wenig um einen Geburtstag.

Die Uetiker Gemeindeversammlung machte am Montagabend kurzen Prozess: einstimmiges Ja zur Rechnung 2016.

Die Uetiker Gemeindeversammlung machte am Montagabend kurzen Prozess: einstimmiges Ja zur Rechnung 2016. Bild: Michael Trost

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Nach einer halben Stunde wanderte man gestern Abend in Uetikon auf ein Bier in die Beiz. So kurz dauerte die Gemeindeversammlung zur Jahresrechnung 2016. Rekordverdächtig sei das, befand Gemeindepräsident Urs Mettler (parteilos).

Rekordverdächtig war auch das Rechnungsergebnis mit einem Überschuss von 11,9 Millionen Franken. Angesichts dessen hatten die 43 Stimmberechtigten im Riedstegsaal keine kritischen Fragen mitgebracht. Die erfreulichen Zahlen liessen sie sich von Finanzvorstand Hans Gantner (FDP) erklären. Dieser allerdings stellte gleich zu Beginn klar: «So einfach, wie es aussieht, ist es dann doch nicht, die Gemeinde zu bewirtschaften.»

Steuererträge gingen zurück

Der grosse Gewinn ist die Folge eines einmaligen Vorgangs: Im letzten Jahr verkaufte die Gemeinde knapp die Hälfte der Aktien der Energie Uetikon AG an ihr Meilemer Pendant. Dies, weil die Fusion der Energieversorgungsunternehmen geplant ist. Zusammen mit Dividenden aus dem angesparten Kapital ergab sich eine Zusatzeinnahme von 13 Millionen Franken – zum Glück für Uetikon fast zeitgleich mit dem Landerwerb am See.

Ohne die Sondereffekte hätte ein Minus von 1,13 Millionen Franken resultiert. Wesentlich tiefer als budgetiert, nämlich um 4 Millionen, fielen die Steuereinnahmen aus. Weil anderseits weniger Geld in den Finanzausgleich abgeliefert werden musste, war dies zu verschmerzen. Im Bereich Gesundheit fielen, wie fast in allen Gemeinden, höhere Pflegekosten an. Umgekehrt wies die Schule Minderausgaben von einer Viertelmillion Franken aus.

Solide Gesamtbilanz

Ein Sorgenkind waren 2016 die Grundstückgewinnsteuern, die 900 000 Franken unter Budget blieben. Fürs laufende Jahr dürfte sich dieser Ertrag wieder bessern, kündigte Gantner an. Die solide Gesamtbilanz verdeutlicht auch der Selbstfinanzierungsgrad von 100 Prozent.

Genauso glatt wie die Jahresrechnung kam die Bauabrechnung für die Sanierung des Sportplatzes Rossweid durch. Nach knapp 30 Minuten ertönte der Schlussapplaus – zum Geburtstag des Schulpräsidenten Felix Weber (SVP). (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.06.2017, 22:04 Uhr

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