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Goldküsten-Bewohner sind gebildet – und kaufkräftig

Zürich ist gemessen am Bildungsniveau seiner Bevölkerung der Schweizer Bezirk mit dem meisten Grips. Nirgendwo paaren sich aber Geist und Geld auf derart hohem Niveau wie in Meilen.

Die Goldküste sticht heraus: Der Bezirk Meilen hat eine Akademikerquote von 49 Prozent und eine Pro-Kopf-Kaufkraft von über 62'000 Euro.
Die Goldküste sticht heraus: Der Bezirk Meilen hat eine Akademikerquote von 49 Prozent und eine Pro-Kopf-Kaufkraft von über 62'000 Euro.
Keystone

Als einziger Bezirk in der Schweiz weist Zürich eine Mehrheit von Bewohnern mit Tertiärabschluss auf. Fast 51 Prozent der Personen ab 25 Jahren haben dort erfolgreich ein Hochschulstudium oder eine höhere Berufsbildung absolviert, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen der eidgenössischen Volkszählung ermittelt hat.

Knapp geschlagen geben muss sich Meilen. Der Bezirk an der Zürcher Goldküste kommt gemäss den am Mittwoch publizierten Zahlen auf eine Akademikerquote von rund 49 Prozent, dicht gefolgt von den Waadtländer Distrikten Nyon und Lavaux-Oron mit je 48 Prozent.

Im Bezirk Horgen kommt die Bevölkerung gemäss der Bundesstatistik auf eine Akademikerquote von 41,8 Prozent – was gemessen am schweizweiten Vergleich nach wie vor sehr hoch ist. Der Bezirk See-Gaster schafft es auf eine Quote von 27,4 Prozent.

Dafür liegt die Bevölkerung von Meilen bei den Einkommen ganz weit vorn. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von über 62'000 Euro belegt sie in einem am Vortag veröffentlichten Ranking des Forschungsinstituts GfK schweizweit den zweiten Platz. Der Bezirk Zürich findet sich erst an 14. Stelle.

Über das dickste Portemonnaie verfügen mit knapp 88'000 Euro pro Kopf die Einwohner von Höfe. Punkto Bildungstand muss sich dieser Schwyzer Bezirk allerdings mit dem fünften Rang begnügen. Knapp 45 Prozent der über 25-Jährigen haben dort ein Tertiärdiplom im Sack. Landesweit sind es ein Drittel.

Berufsbildung als Königsweg

Gemessen am Anteil der Personen, die nur die obligatorische Schule abgeschlossen haben, weisen die beiden neuenburgischen Bezirke La Chaux-de-Fonds und Le Locle sowie Broye-Vully in der Waadt das tiefste Bildungsniveau auf. Mehr als ein Drittel können dort keine nachobligatorische Ausbildung vorweisen, gegenüber 21 Prozent im nationalen Schnitt.

Verbreitetster Bildungsabschluss in der Schweiz ist die Sekundarstufe II. Fast die halbe Bevölkerung ab 25 Jahren (46 Prozent) hat in den Erhebungsjahren 2014-16 eine berufliche Grundbildung oder eine allgemeinbildende Schule als höchste Stufe absolviert.

(SDA)

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