Stäfa

Die Eröffnung der Stäfner Seesauna verzögert sich

Die geplante Seesauna in der Badi Lattenberg kommt erst im Herbst 2020 zustande. Der Grund: Es müssen weitere Abklärungen zum Baugesuch getätigt werden.

Der Baustart der Seesauna Stäfa verzögert sich. Eröffnet wird sie nun voraussichtlich erst im Herbst 2020.

Der Baustart der Seesauna Stäfa verzögert sich. Eröffnet wird sie nun voraussichtlich erst im Herbst 2020. Bild: Michael Trost

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Man könnte meinen, die Seesauna Stäfa bringe ihre Initianten immer wieder ins Schwitzen – obschon sie noch gar nicht existiert. Seit der Lancierung musste das Projekt mehrere Hürden überwinden, vorübergehend stand es aus finanziellen Gründen gar vor dem Aus.

Nichtsdestotrotz schien die Umnutzung der alten Garderobe in der Badi Lattenberg zu einer Sauna direkt am Seeufer kurz vor der Realisation zu stehen. Der kommende Februar war als Eröffnungszeitpunkt angepeilt. Dem ist aber nicht mehr so.

Wie die Genossenschaft Seesauna Stäfa mitteilt, verzögert sich das Prozedere der Baubewilligung um zwei Monate. Der Kanton muss zusätzliche Abklärungen beim Bau tätigen, lautet die Begründung.

«Wir sind schon ein wenig enttäuscht.»Michael Kistler
Kommunikationsverantwortlicher 
Genossenschaft Seesauna Stäfa

Konkret überprüft das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Umnutzung des Garderobenhauses, da diese auf Konzessionsland stattfindet.

Die genauere kantonale Überprüfung hat nicht nur Konsequenzen für den Baustart, sondern veranlasste die Genossenschaft gleich dazu, ihren kompletten Zeitplan und den damit einhergehenden Termin der Eröffnung nochmals zu überdenken. Die Folge: Die Sauna wird nun voraussichtlich erst im Herbst 2020 ihre Tore öffnen.

«Sinnvolle» Verschiebung

«Wir sind schon ein wenig enttäuscht», gesteht Michael Kistler, Kommunikationsverantwortlicher der Genossenschaft Seesauna Stäfa. Schliesslich habe man sich erhofft – und auch so geplant – , das man noch diesen Monat mit dem Bau beginnen und dann im Winter die ersten Schwitzenden am See willkommen heissen kann. Nun mache der Kanton ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung: «Anscheinend ist der Bau in einer Badezone direkt am See komplizierter, als wir gedacht haben.» Dass der Zeitplan zu ehrgeizig gesetzt wurde, und man nun die Konsequenzen tragen muss, verneint Kistler indes. Man habe sich mit der Planung intensiv auseinandergesetzt und sich vorab auch mit der Gemeinde beraten: «Der Zeitplan war zwar ambitioniert, aber realistisch.»

«Anscheinend ist der Bau in einer Badezone direkt am See komplizierter, als wir gedacht haben.»Michael Kistler

Die Eröffnung gleich um mindestens sieben Monate zu verschieben, habe seine Gründe: «Würden wir die Eröffnung parallel zur Baustartverzögerung um zwei Monate nach hinten in den April verlegen, würde die Sauna gerade mal einen Monat in Betrieb sein, also bis zum Start der Badesaison. Das wäre nicht sinnvoll.»

Dementsprechend entschied man sich für den Termin im Herbst 2020, gleich eine Woche nach Ende der Badesaison. Ausserdem bekäme man dadurch auch mehr Zeit, sich mit dem Bau der Sauna und Umbau der Garderoben in Ruhe zu beschäftigen. 

Nicht mehr viele Hürden

Kistler betont aber, dass trotz der Projekt-Entschleunigung nicht mehr viel fehle, bis die Seesauna Realität sei: «Wir brauchen nur noch die Baubewilligung des Kantons und das Einverständnis des Gemeinderats dazu. Offen sind zudem die Offerten der Gemeinde zur werterhaltenden  Fenster- und Dachrenovation.» Eine weitere Hürde, die Finanzierung dieser Renovationsarbeiten, konnte man indes überwinden – wenn auch erst im zweiten Anlauf.

«Das Projekt war schon ein heisser Krimi. Und ist es immer noch.»Michael Kistler

«Ursprünglich stellten wir den Antrag, dass die Gemeinde die baulichen Massnahmen zum Wasser- und Stromnnetz sowie zu Dach und Fenster finanziell komplett übernehmen würde. Dieser wurde jedoch zurückgewiesen.» Nun habe man sich mit der Finanzkommission geeinigt, dass die Gemeinde nicht mehr die gesamten Kosten tragen muss. «Unseren Teil zahlen wir dann über den Mietzins.»

Finanzielle Sorgen muss sich die Genossenschaft Seesauna Stäfa jedoch keine mehr machen. Über 250000 Franken sind für das Projekt zusammengekommen, rund 90 Genossenschaftsanteile wurden ausgestellt. Kistler zeigt sich dementsprechend optimistisch, dass in einem Jahr die Stäfner schwitzen und sich dann im See abkühlen können  – nach all dem Hin und Her. «Das Projekt war schon ein heisser Krimi. Und ist es immer noch.»

Erstellt: 06.10.2019, 18:09 Uhr

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