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Gemeinden bleiben Aktionäre des Spitals Männedorf

Die am Spital Männedorf beteiligten Gemeinden im Bezirk Meilen bleiben für fünf weitere Jahre die Aktionäre des Spitals. Sie halten am 2012 abgeschlossenen Aktionärsbindungsvertrag fest. Damit bleibt auch die öffentliche Grundversorgung durchs Spital sichergestellt.

Das Spital Männedorf hat auch künftig eine Trägerschaft, die aus acht Gemeinden im Bezirk besteht.
Das Spital Männedorf hat auch künftig eine Trägerschaft, die aus acht Gemeinden im Bezirk besteht.
Archiv Michael Trost

Das Spital Männedorf wurde 2012 von einem Zweckverband in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft umgewandelt, an der sich acht Gemeinden im Bezirk Meilen beteiligten.

Die Zustimmung war bei den Abstimmungen in den Gemeinden hoch, lediglich Oetwil verzichtete aus finanziellen Gründen auf eine Beteiligung. Keine Aktionäre sind auch Zollikon und Zumikon, die nicht zur Spitalregion am rechten Zürichseeufer gehören. Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg, Meilen, Uetikon, Männedorf, Stäfa und Hombrechtikon verpflichteten sich mit einem sogenannten Aktionärsbindungsvertrag, ihre Beteiligungen nicht zu veräussern.

Die acht Gemeinden werden diese Verpflichtung erneuern, wie der Gemeinderat Stäfa mitteilte. Dass sie Träger des Spitals bleiben und ihre Aktien auch künftig nicht veräussern werden, bestätigte auch die Verwaltungsrats-Präsidentin des Spitals Männedorf, Beatrix Frey-Eigenmann. Entsprechende Absichtserklärungen der Gemeinden würden vorliegen, die Umsetzung durch formelle Beschlüsse sei Formsache.

Unbestrittene Entscheide

Die Weiterführung respektive Erneuerung der Aktionärsbindung sei zudem nicht mit einem fixen Termin verbunden, sondern ein laufender Prozess, erklärte Frey-Eigenmann. Formell sei es so, dass die Gemeinden mit dem Vertrag eine Veräusserungsbeschränkung der eigenen Aktien bestätigen würden.

Aus Sicht der Gemeinden ist mit der fortgesetzten Aktionärsbindung das öffentliche Interesse am Spital Männedorf im Bezirk sichergestellt. «Es bleibt damit ein Spital der Grundversorgung», betont der Gemeinderat von Stäfa. Die Fortführung der Partnerschaft sei sowohl bei der Spitalleitung wie auch bei den Gemeinden unbestritten, sagt Beatrix Frey-Eigenmann (FDP), die auch als Finanzvorsteherin in Meilen tätig ist. Ein Verkauf der Aktien sei in keiner Gemeinde ein Thema gewesen. Der Verwaltungsrat freue sich über ihr fortgesetztes Engagement: «Die Gemeinden anerkennen damit, dass sie das Spital Männedorf auch in Zukunft unterstützen und seine Strategie richtig finden.»

Laut der Verwaltungsrats-Präsidentin ist die fortgesetzte Trägerschaft durch die Gemeinden auch aus finanzpolitischer Sicht wichtig: Es sei für das Spital damit einfacher, allenfalls benötigtes Zusatzkapital bei den Banken zu beschaffen. So könne es auch Darlehen an die Gemeinden zurückzahlen, welche diese zur Finanzierung der Teilerneuerung des Spitals vor fünf Jahren zur Verfügung gestellt hätten. So wird zum Beispiel eine Summe von 9,1 Millionen Franken an die Gemeinde Stäfa zurückbezahlt. Insgesamt belaufen sich die Darlehen der Gemeinden aktuell auf 30 Millionen, per Ende Jahr sinken sie auf 24 Millionen. Ihre Rückzahlung werde aber gestaffelt und nicht allein in diesem Jahr erfolgen, präzisierte Frey-Eigenmann.

Je nach Grösse beteiligt

Das Aktienkapital der Spital Männedorf AG hat laut Geschäftsbericht einen Nominalwert von einer Million Franken. Die Anteile der Gemeinden variieren je nach Grösse von 20,5 Prozent im Fall von Stäfa bis zur 7-Prozent-Beteiligung von Erlenbach. Die Gemeinden haben als Aktionäre ein Mitspracherecht – auch bei der Verwendung eventueller Gewinne.

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