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Gemeinde macht statt Verlust 11,8 Mio. Gewinn

Die Jahresrechnung der Gemeinde Uetikon für 2016 schliesst mit einem unerwarteten Gewinn ab. Dieser ist jedoch auf einen ausserordentlichen und nicht budgetierten Ertrag aus dem Teilverkauf der Energieversorgung zurückzuführen. Ohne Sondereffekt hätte ein Defizit resultiert.

Die Gemeinde Uetikon weist in der Jahresrechnung 2016 einen unerwarteten Gewinn in Höhe von fast 12 Mio. Franken aus. Das steht im Zusammenhang mit Desinvestitionen für den Landerwerb auf dem Areal der ehemaligen Chemie Uetikon (Bild).
Die Gemeinde Uetikon weist in der Jahresrechnung 2016 einen unerwarteten Gewinn in Höhe von fast 12 Mio. Franken aus. Das steht im Zusammenhang mit Desinvestitionen für den Landerwerb auf dem Areal der ehemaligen Chemie Uetikon (Bild).
Reto Schneider

Der Budgetvoranschlag rechnete für 2016 mit einem kleinen Aufwandüberschuss von rund 0,4 Millionen Franken. Nun schliesst die Jahresrechnung mit einem statten Gewinn von 11,9 Millionen ab, wie der Gemeinderat mitteilt. Das unerwartet positive Ergebnis ist jedoch ausschliesslich auf einen nicht budgetierten und ausserordentlichen Zusatzertrag zurückzuführen, wie Finanzvorstand Hans Gantner (FDP) bestätigte.

Grund ist der Fakt, dass die Gemeinde für den geplanten Zusammenschluss der Energieversorgung mit der Energie- und Wasserversorgung von Meilen 49 Prozent der Energie Uetikon AG an die Energie und Wasser Meilen AG verkaufte. Daraus resultierte eine Erlös von 9 Millionen. Zusammen mit Substanzdividenden, die aus dem angesparten Kapital für künftige Energieprojekte stammen, ergab sich eine einmalige Zusatzeinnahme von rund 13 Millionen Franken.

Gleich wieder investiert

Der Gewinn wurde gemäss Hans Gantner bereits wieder investiert – und zwar in den Teilkauf des Grundstücks der ehemaligen Chemie Uetikon am See. Die Gemeinde hat dort die Hälfte des Areals erworben, die andere Hälfte gehört dem Kanton, der auf dem Areal das künftige Gymnasium baut. Mit den Zusatzeinnahmen konnte laut Gantner rund die Hälfte des Kaufpreises von 26 Millionen finanziert werden, für den Rest setzte die Gemeinde Fremdkapital ein. Die Gemeinde sei aber froh, dass die Zusatzeinnahmen aus dem Aktienverkauf gerade mit dem Landkauf am See zusammenfielen. Denn so habe man sich eine höhere Neuverschuldung ersparen können.

Ohne die einmaligen Zusatzerträge hätte in der Jahresrechnung ein Defizit von rund 1,1 Millonen resultiert – also deutlich mehr als budgetiert. Weiter teilte die Gemeinde mit, dass die ordentlichen Steuererträge und Grundstückgewinnsteuern rückläufig waren und nur zum Teil durch tiefere Beiträge an den Finanzausgleich kompensiert werden konnten.

Investitionen in Strassen

Die Nettoinvestitionen erreichten 2016 rund 480‘000 Franken. Sie betrafen vor allem Bauarbeiten an der Berg- und Tramstrasse. Die Einnahmen in der Investitionsrechnung in der Höhe von 2,9 Millionen stammen aus dem Verkauf der öffentlichen Beleuchtung an die Energie Uetikon. Der Cashflow erreichte im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Franken, während das Eigenkapital bei knapp 50 Millionen lag und das Nettovermögen auf rund 16 Millionen ausgebaut werden konnte.

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