Zum Hauptinhalt springen

Gemeinde Küsnacht muss sparen

Das Nettovermögen der Gemeinde Küsnacht schrumpft und schrumpft. Die Goldküstengemeinde rechnet für 2016 mit einem Defizit von 4,7 Millionen Franken.

Sparen an der Goldküste: Die Gemeinde Küssnacht stellt ein Sparpaket für 2018 in Aussicht. Auch der Steuerfuss soll erhöht werden.
Sparen an der Goldküste: Die Gemeinde Küssnacht stellt ein Sparpaket für 2018 in Aussicht. Auch der Steuerfuss soll erhöht werden.
Keystone

Düstere Aussichten für die Gemeinde Küssnacht: Der Voranschlag der Goldküstengemeinde rechnet für das Jahr 2016 mit einem Defizit von 4,7 Millionen Franken. Aus diesem Grund stellt der Gemeinderat für 2018 ein Sparprogramm sowie eine Steuerfusserhöhung der politischen Gemeinde um 2 Prozentpunkte in Aussicht.

Für 2016 soll der Steuerfuss der politischen Gemeinde noch unverändert bei 30 Prozent belassen, jener der Schulgemeinde jedoch um 2 Prozentpunkte erhöht werden, wie der Gemeinderat am Mittwoch mitteilte.

2013 war der Gesamtsteuerfuss durch eine Steuerfussreduktion der Schulgemeinde von 77 auf 75 Prozent gesenkt worden. Der damalige Entscheid basierte laut Gemeinderat auf dem Finanzplan 2012 - 2016, der noch eine wesentlich positivere Entwicklung mit einem massvolleren Abbau des Nettovermögens vorsah.

Heute sei die Situation deutlich schlechter, heisst es in der Mitteilung. Statt einer «sanften Landung» gehe der Substanzabbau trotz den in der Planung berücksichtigten Steuerfusserhöhungen weiter. 2015 bis 2019 würden im Steuerhaushalt - ohne die gebührenfinanzierten Bereiche - Cashflows von 64 Millionen Franken erzielt.

Substanzverlust geht weiter

Die geplanten Investitionsausgaben von 117 Millionen Franken könnten damit erneut nur mit einem weiteren Abbau des Nettovermögens finanziert werden. Gemäss der Planung beträgt dieses Ende 2019 gerade noch 6 Millionen Franken. Zum Vergleich: Ende 2009 wies die Gemeinde Küsnacht ein Nettovermögen von 172 Millionen Franken aus.

Negativ wirkt sich gemäss Gemeinderat das Wachstum bei den gesetzlich gebundenen Ausgaben aus. Bei der politischen Gemeinde belasteten die direkten Kosten für die Pflegefinanzierung die Rechnung deutlich stärker, als in der ursprünglichen Planung vom Kanton angenommen worden sei. Zu spüren bekomme die Gemeinde zudem höhere Nettoausgaben bei den Sozialversicherungen.

Überdurchschnittlich hohe Einnahme verzeichnete die Gemeinde in den vergangenen Jahren bei den Grundstückgewinnsteuern. Diese guten Zeiten sind jedoch laut der Finanzvorsteherin Ursula Gross Leemann vorbei. In den nächsten Jahren müssten niedrigere Erträge budgetiert werden.

Steuerfusserhöhung und Sparpaket

Um den Substanzverlust zu stoppen, plant der Gemeinderat für das Jahr 2018 eine Steuerfusserhöhung bei der politischen Gemeinde von derzeit 30 auf 32 Prozent. Zusätzlich soll das Ergebnis der Laufenden Rechnung spätestens ab 2018 um jährlich netto 3 Millionen Franken gegenüber dem Voranschlag 2015 entlastet werden.

Das Sparpaket soll sowohl beim Aufwand als auch bei den Einnahmen ansetzen. So sollen etwa kostendeckende Gebühren das Ergebnis verbessern. Zusammen mit der geplanten Steuerfusserhöhung werde mit einer Trendwende durch einen leichten Anstieg des Nettovermögens ab 2019 gerechnet, schreibt der Gemeinderat.

SDA/far

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch