Herrliberg

Gaudenz Schwitter ist neuer Gemeindepräsident Herrlibergs

Mit Herrliberg hat gestern die erste Gemeinde im Bezirk ihre neuen Behördenvertreter gewählt. Gaudenz Schwitter (FDP), bisheriger Bauvorsteher und einziger Kandidat für das Gemeindepräsidium, erzielte ein Glanzresultat.

Hat allen Grund, sich zu freuen: Gaudenz Schwitter (links) wurde mit einem Spitzenresultat gewählt. Er löst im Juli Walter Wittmer ab.

Hat allen Grund, sich zu freuen: Gaudenz Schwitter (links) wurde mit einem Spitzenresultat gewählt. Er löst im Juli Walter Wittmer ab. Bild: David Baer

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Gaudenz Schwitter (FDP) trat in Herrliberg ohne Konkurrenz zur Wahl an: Der 47-jährige Jurist war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Gemeindepräsident Walter Wittmer (Gemeindeverein). Schwitters Wahl ist am Wahlsonntag überaus deutlich ausgefallen. Bei einer Stimmbeteiligung von 30,3 Prozent wurde er mit 1078 Stimmen als Gemeinderat bestätigt und mit 946 zum neuen Präsidenten gewählt – dies bei 1204 gültigen Wahlzetteln. Ausserdem hat er von allen Gemeinderäten in Herrliberg das beste Resultat erzielt.

«Man hofft immer auf ein gutes Abschneiden», sagt Gaudenz Schwitter. Er freue sich sehr. Dass er als Gemeinderat am meisten Stimmen geholt hat, wertet er als positives Zeichen für seine Arbeit als Bauvorsteher. Er habe dieses Ressort gerne geführt und bedaure dessen Abgabe. Mit der Konstituierung des neuen Gemeinderats wird es in neue Hände übergehen. Dem Thema Planung wird Schwitter aber auch ohne Bauressort verbunden bleiben: als Präsident der Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil. Für dieses Amt möchte er kommenden Herbst erneut kandidieren.

Erfahrener Gemeinderat

Mit Gaudenz Schwitter wird ein erfahrener Gemeinderat Präsident des Gremiums: Er ist seit acht Jahren in der Behörde tätig. Schwitter arbeitet als Anwalt im Bereich Bau- und Immobilienrecht in Küsnacht, ist verheiratet und Vater einer schulpflichtigen Tochter. Er sei gut vorbereitet auf das neue Amt und wisse, was auf ihn zukomme. «Ich habe Walter Wittmer genau zugeschaut», sagt er. In den vergangenen vier Jahren amtete er bereits als Vizepräsident und vertrat Wittmer bei Absenzen. Laut Schwitter sind viele Themen für die neue Legislatur mit der Entwicklungsstrategie für die Gemeinde und dem Richtplan bereits vorgegeben.

«Herrliberg ist gut aufgestellt», sagt der abtretende Gemeindepräsident Walter Wittmer. In der Gemeinde sei in den letzten Jahren vieles entstanden oder angestossen worden – das Betreuungshaus etwa und die Alterswohnungen. Trotzdem seien die Finanzen im Lot, und der Steuerfuss habe nicht erhöht werden müssen. Der 69-Jährige zieht sich nach insgesamt 20 Jahren Behördentätigkeit zurück, will sich aber weiterhin für die Kultur engagieren. Wittmer präsidierte die Gemeinde während acht ­Jahren, zuvor war er vier Jahre Finanzvorsteher und acht Jahre Mitglied der Rechnungsprüfungskommission. Über das Glanzresultat seines Nachfolgers freut er sich. «Ich bin gespannt, wie der neue Gemeinderat zusammenarbeiten wird», sagt er.

Keine Chance

Die Mitglieder der Behörde werden sich wegen insgesamt dreier Abgänge neu finden müssen. Neben Wittmer traten Sicherheitsvorsteher Ernst Frei (SVP) und Finanzvorsteher Reto Furrer (FDP) nicht erneut an. Für die drei frei werdenden Sitze gab es fünf Kandidaten. Damit wäre am gestrigen Wahltag eigentlich für mehr Spannung als beim Präsidium gesorgt gewesen. Doch auch hier war der Ausgang eindeutig: Die Stimmbürger sprachen den Parteien- und den Gemeindevereinsvertretern ihr Vertrauen aus. Die beiden Parteilosen hatten das Nachsehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.04.2018, 22:10 Uhr

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