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Für Oetwiler und Hombrechtiker Kinder dauert die Schule bald länger

Nach den Sommerferien müssen Oetwiler und Hombrechtiker Primarschüler morgens zehn Minuten länger zur Schule. Damit passt man sich an Vorgaben des Kantons an. Diese sind allerdings bereits seit einigen Jahren in Kraft.

Oetwiler Schüler, wie hier im Schulhaus Blattenacher, müssen nach den Sommerferien früher zur Schule gehen.
Oetwiler Schüler, wie hier im Schulhaus Blattenacher, müssen nach den Sommerferien früher zur Schule gehen.
Michael Trost

Im Vergleich mit anderen Primarschülern im Bezirk haben es Oetwiler Kinder morgens gut. Sie können länger schlafen, weil der Unterricht später startet als in allen anderen Gemeinden: nämlich um 8.30 Uhr. In Stäfa, Männedorf, Herrliberg, Küsnacht und Zumikon etwa sitzen die Primarschüler bereits um 8.10 Uhr in der Schulbank.

Nach den Sommerferien müssen aber auch die Oetwiler Primarschüler früher raus aus den Federn: Dann beginnt der Unterricht um 8.20 Uhr, also zehn Minuten früher. Gleichzeitig endet der Morgenunterricht wie bis anhin um 12 Uhr Mittags. Auf die Woche hochgerechnet macht das fünfzig Minuten, welche die Kinder zusätzlich in der Schule verbringen werden. Frühstunden, welche bereits eine Lektion vorher beginnen, sind hier nicht berücksichtigt.

Nicht regelkonform

In einem Informationsschreiben nennt die Schulleitung als Grund dafür den neuen Berufsauftrag für Lehrpersonen, welcher auf das Schuljahr 2017/18 zum Tragen kommt. Darin ist das Arbeitspensum neu als Jahresarbeitszeit definiert. «Im Rahmen der nötigen Anpassungen stellten wir fest, dass unsere Unterrichtszeit am Morgen nicht den Vorgaben des Kantons entspricht», sagt Christian Heusser, Oetwiler Primarschulleiter.

Tatsächlich ist in der Volksschulverordnung von 2007 festgehalten, dass die Unterrichts- oder Betreuungszeit am Vormittag grundsätzlich von 8 bis 12 Uhr dauert. Sofern es die Organisation einer Schule erfordere, könne die Schulpflege diese um höchstens 20 Minuten pro Vormittag verkürzen, heisst es weiter. Mit einer Schulzeit von 8.30 bis 12 Uhr ist die Vorgabe in Oetwil bis anhin nicht erfüllt worden. Offenbar hat das aber niemanden gestört: «Es gab keine Rüge des Kantons», sagt Heusser.

Oetwil ist nicht die einzige Schulgemeinde im Bezirk, welche die Volksschulverordnung noch nicht umgesetzt hat. Auch in Hombrechtikon dauert der Schulunterricht morgens derzeit zehn Minuten weniger lang als mindestens vorgeschrieben: von 8.20 Uhr bis 11.50 Uhr. Allerdings habe das Volksschulamt die Abweichung bis vor kurzem geduldet, sagt Schulpräsidentin Monika Graf (SVP). Grund dafür sei unter anderem die Verkehrssituation in Hombrechtikon gewesen. Viele Schüler müssen die Kronenkreuzung passieren, die während der Mittagsstunden stark befahren ist. «Der Unterrichtsschluss sollte deshalb vor der Hauptverkehrszeit um 12 Uhr sein», sagt Graf.

Auf das neue Schuljahr hin passt Hombrechtikon jetzt aber die Zeiten an. «Wir haben das gemeinsam mit dem Volksschulamt entschieden», sagt die Schulpräsidentin. Der Morgenblock dauert künftig von 8.15 Uhr bis 11.55 Uhr. «Wie sich die neuen Unterrichtszeiten auf die Schulwegsituation auswirken, behalten wir im Auge.» Wer nun denkt, die verlängerte Schulzeit für Oetwiler und Hombrechtiker Kinder komme dem Unterricht zugute, hat gefehlt. Die Dauer der Lektionen bleibt gleich. Sie ist vom Kanton vorgeschrieben.

Längere 10-Uhr-Pause

«Die Zusatzminuten fliessen in die Pausen ein», sagt Schulleiter Christian Heusser. In Oetwil etwa wird die grosse Pause nicht mehr 20, sondern 30 Minuten dauern. Allerdings läutet nach 25 Minuten die Schulglocke ein erstes Mal, damit Schüler und Lehrer sich pünktlich zum Unterrichtsstart in die Zimmer begeben.

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