Zürichsee

Föhnsturm hielt Seepolizei auf Trab

Zwei gekenterte Schiffe, drei Personen in Seenot, über 20 losgerissene Boote – wegen des Föhnsturms hatten die Seepolizeien alle Hände voll zu tun.

Ein Katamaran ist am Mittwochnachmittag gekentert.

Ein Katamaran ist am Mittwochnachmittag gekentert. Bild: Seerettungsdienst Wädenswil

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Der Föhnsturm vom Mittwochabend mit Böen bis zu 100 Stundenkilometern hat den Zürcher Seepolizeien und Seerettungsdiensten viel Arbeit beschert. Auf dem ganzen Kantonsgebiet mussten über 20 losgerissene Schiffe geborgen werden.

Besonders stark waren die Böen im Zürcher Seebecken. 16 Boote wurden durch den massiven Wellengang von Bojen, Steg- und Hafenanlagen losgerissen und trieben ab, teilt die Stadtpolizei Zürich mit. Die Polizisten konnten einige Schiffe noch vor Erreichen des Ufers bergen und so grössere Schäden verhindern, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Seebecken wurden aber vier Schiffe und ein Motorboot an Land gespült. An diversen fixierten Schiffen und Booten entstanden durch Mastbrüche und das Aneinanderprallen Schäden in unbekannter Höhe.

Segler rettete Person in Seenot

Auch in den Bezirken Meilen und Horgen mussten Seerettungsdienste und Seepolizei rund ein halbes Dutzend mal wegen losgerissener Boote ausrücken. Zudem kam es zu zwei Rettungseinsätzen, teilt die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage mit.

Am Mittwochnachmittag wurde der Seerettungsdienst Wädenswil wegen einer vermissten Person alarmiert. Sie kenterte mit ihrem Katamaran zwischen Stäfa und Männedorf in der Seemitte. Dabei wurde der Bootsführer vom Katamaran getrennt, welcher dann in Männedorf ans Ufer trieb. Zusammen mit der Kantonspolizei und einem Rettungshelikopter der Rega wurde das Gebiet grossräumig abgesucht. Glücklicherweise griff ein anderer Segler die über Bord gegangene Person auf und brachte sie, sobald es Wind und Wellengang zuliessen, in einen sicheren Hafen. Später konnte der Katamaran geborgen werden, teilt der Seerettungsdienst mit

In Zollikon ist ein Segelboot gekentert. Die Seepolizei konnte Crew und Boot in Sicherheit bringen. Die beiden Personen blieben unverletzt.

(far)

Erstellt: 25.04.2019, 12:21 Uhr

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