Fluglärm

Fluglärmgegner wehren sich gegen Konzept des Bundes

Die Revision des Sachplans Infrastruktur des Flughafens hat erneut Opposition entfacht. Vor allem Gemeinden aus dem Bezirk Meilen äusssern sich negativ dazu. Rapperswil-Jona und die linksufrigen Gemeinden halten sich zurück.

Diverse Gemeinden am rechten Zürichseeufer kritisiert den Entwurf zum erneuerten Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL).

Diverse Gemeinden am rechten Zürichseeufer kritisiert den Entwurf zum erneuerten Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL). Bild: Symbolbild/Keystone

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Für einmal geht es nicht direkt um Südstarts. Das könnte erklären, warum nicht Tausende von Eingaben zur Revision des Konzeptteils des Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) eingegangen sind. Als der gesamte SIL vor zwei Jahren öffentlich auflag, stapelten sich noch 5000 Eingaben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt. Das Bazl beziffert die nun eingeschickten Couverts auf 150 bis 200. Darunter sind Stellungnahmen einiger Gemeinden aus dem Bezirk Meilen, aber auch von Privatpersonen oder Vereinen. Viele haben sich der Vorgabe des Fluglärmforums Süd angeschlossen.

Darin wird etwa kritisiert, dass der Konzeptteil einseitig auf die Nachfrage in der Luftfahrt ausgerichtet sei. Oder gefordert, dass die Nutzungs- und Schutzansprüche mit dem öffentlichen Interesse am Luftverkehr gleichermassen abgegolten werden sollen. Eine solche Stellungnahme haben unter anderem Zumikon, Meilen, Erlenbach und Männedorf abgegeben. Eine grössere Eingabe hat Küsnacht eingereicht. Die Gemeinde fordert vom Bund eine Kurskorrektur. Unter anderem sollen Lenkungsmassnahmen für den Luftverkehr eingeführt werden, also Steuern oder Gebühren. Das Angebot soll die Nachfrage bestimmen und nicht umgekehrt. In den SIL sollen auch Ziele wie Nachhaltiglkeit oder klimapolitische Massnahmen integriert werden, fordert der Küsnachter Gemeinderat.

Wädenswil ist ausgetreten

Kein Echo hat die Aufforderung des Fluglärmforums Süd im Bezirk Horgen gefunden. Kein Wunder, die zuletzt einzige Mitgliedsgemeinde, die Stadt Wädenswil, ist millerweile auch nicht mehr im Forum vertreten. Rapperswil-Jona trägt die Eingabe als Mitglied des Fluglärmforums mit, wie Stadtrat Thomas Furrer (parteilos) sagt. Doch auf eine eigene Eingabe habe der Stadtrat verzichtet.

Aktiv waren auch die Interessensverbände im Süden des Flughafens. Der Verein Flugschneise Süd-Nein, das Bürgerforum Küsnacht und die IG Pro Zürich 12 haben eine gemeinsame Ablehnung des Konzeptteils eingeschickt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.09.2018, 17:52 Uhr

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