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Hombrechtiker Dorfmetzgerei bleibt nach Brand vorläufig geschlossen

Bei einem Brand in einer Metzgerei ist es in der Nacht auf Mittwoch in Hombrechtikon zu hohem Sachschaden gekommen. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt.

Die Feuerwehren von Stäfa und Hombrechtikon standen in der Mittwochnacht in Hombrechtikon bei der Metzgerei Odermatt im Einsatz.
Die Feuerwehren von Stäfa und Hombrechtikon standen in der Mittwochnacht in Hombrechtikon bei der Metzgerei Odermatt im Einsatz.
Sabine Rock

Gegen 3.45 Uhr nachts ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung ein, wonach es an der Rütistrasse in Hombrechtikon in einem Gewerbe- und Wohngebäude brennen würde. Gemäss Recherchen der ZSZ handelt es sich beim betroffenen Ladenlokal um die Metzgerei Odermatt.

Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, stellten die ausgerückte Feuerwehr sowie die polizeilichen Einsatzkräfte vor Ort einen Brand im ebenerdigen Geschäftsteil fest. Den Feuerwehren Hombrechtikon und Stäfa gelang es, das Feuer zu löschen, ohne dass dieses auf die darüberliegenden Wohngeschosse übergreifen konnte.

Brandursache unklar

Sämtliche Bewohner hätten unverletzt aus ihren Wohnungen evakuiert werden können, schreibt die Kantonspolizei. Bei den Löscharbeiten wurde jedoch ein Stäfner Feuerwehrmann von einem Eisenventil eines Wasserschlauchs am Kopf getroffen. Gemäss Recherchen der ZSZ handelt es sich dabei um Feuerwehrkommandant Hanno Huber. Er musste durch die ausgerückte Sanität von Regio 144 versorgt und ins Spital gebracht werden.

Am späteren Nachmittag konnte der Stäfner Gemeindeschreiber, Daniel Scheidegger, jedoch bereits Entwarnung geben. Die Untersuchungen im Universitätsspital hätten eine Gehirnerschütterung ergeben. «Wir sind sehr sehr froh, dass dieser Unfall so glimpflich ausgegangen ist.» Huber konnte das Spital noch am selben Tag wieder verlassen.

Die Brandursache ist zurzeit noch unklar und wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich untersucht.

«Es hätte weiss was passieren können»

Während die Mieter nach dem Einsatz ihre Wohnungen wieder beziehen konnten, bleibt die Metzgerei bis auf weiteres geschlossen, wie Ueli Odermatt, Sohn der Inhaber Otto und Heidi Odermatt, auf Anfrage bekannt gibt. Beim Brand sei ein gekühlter Abstellraum komplett ausgebrannt. «Dort ist jetzt einfach nur noch ein Loch.» Die durch den Brand verursachte Rauchentwicklung und die Folgen des Löscheinsatz der Feuerwehr verunmöglichten am Mittwoch einen Betrieb. Ziel der Familie Odermatt ist es aber, Teile des Geschäftes, wie etwa den Zerlegebereich, bereits am Donnerstag wieder nutzen zu können.

Ueli Odermatt wohnt selber nicht mehr bei seiner Familie in Hombrechtikon und hat erst am frühen Mittwochmorgen vom Brand, bei dem neben seinen Eltern auch seine Schwester sowie seine Grosseltern hatten evakuiert werden müssen, erfahren. Er ist sofort hingefahren. «Es nimmt mich ganz schön mit. Es hätte weiss was passieren können, wenn das Feuer auf die Wohnungen übergegriffen hätte.»

«Es ist irgendwie der Wurm drin»

Der genaue Sachschaden ist momentan noch nicht zu beziffern. Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei dürfte er sich aber sicherlich auf mehrere zehntausend Franken belaufen. Zu den offensichtlichen Schäden müsse ausserdem hinzugerechnet werden, dass nun sämtliche Lebensmittel, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Geschäft befunden hätten, vernichtet werden müssen, erklärt Ueli Odermatt.

Der Brand ist nicht der erste Vorfall, mit dem sich die Familie Odermatt jüngst konfrontiert sah, wie der Sohn erklärt. «In letzter Zeit wurde bei uns im Betrieb gleich zwei Mal eingebrochen.» In beiden Fällen wurde nichts geklaut. Hingegen sei es zu Sachbeschädigungen gekommen. «Es ist irgendwie der Wurm drin», konstatiert Ueli Odermatt.

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