Stäfa / Männedorf

Feuerwehreinsätze wegen heftigem Gewitter

Starker Gewitterregen hat am Dienstagabend in Stäfa, Männedorf und Hombrechtikon Schäden angerichtet. Die Feuerwehren standen wegen vollgelaufener Keller im Einsatz.

Im Verlauf des Dienstagnachmittages türmten sich über dem rechten Zürichseeufer die Gewitterwolken auf: Am Abend kamen dann teils enorme Regenmengen vom Himmel.

Im Verlauf des Dienstagnachmittages türmten sich über dem rechten Zürichseeufer die Gewitterwolken auf: Am Abend kamen dann teils enorme Regenmengen vom Himmel. Bild: Martin Steinegger

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein heftiges Gewitter hat am Dienstagabend Teile des rechten Zürichseeufers heimgesucht und Schäden angerichtet. Betroffen war vor allem ein schmaler Streifen auf dem Gebiet der Gemeinden Männedorf, Stäfa und Hombrechtikon. Dort öffnete der Himmel um etwa 19.30 Uhr seine Schleusen. Kurzzeitiger Hagel und heftiger Regen lösten mehrere Feuerwehreinsätze aus.

Vor allem in Stäfa musste die Feuerwehr wegen vollgelaufener Keller ausrücken, aber auch in Männedorf und Hombrechtikon kam es zu vereinzelten Einsätzen, wie es auf Anfrage bei den zuständigen Korps heisst. Meldungen über grössere Schäden liegen nicht vor.

Vor allem die innert kurzer Zeit gemessenen Regenmengen waren am Dienstagabend beachtlich. In 1-2 Stunden kamen in den betroffenen Gemeinden rund 50 mm zusammen. Das entspricht mehr als einem Drittel der Menge, die in der oberen Zürichseeregion normalerweise im ganzen Monat Mai zu erwarten ist. «Das Feuchteangebot in der Atmosphäre war am Dienstag sehr gross und die Gewitterzellen verlagerten sich nur langsam, weil die Höhenströmung schwach war», erklärt Denise Praloran, Meteorologin bei Meteoschweiz.

Grosse Unterschiede auf kleinem Raum

So erklären sich auch die enormen Unterschiede bei den Regenmengen auf kleinstem Raum. Während es in Stäfa wie aus Kübeln schüttete, wurde an der wenige Kilometer südlich davon gelegenen Wetterstation in Wädenswil nur harmlose 10 mm Niederschlag gemessen. Dies sei allerdings typisch für sommerliche Gewitterlagen, betont Denise Praloran.

Sogar noch heftiger als am Zürichsee ging es weiter westlich im Kanton Bern zur Sache. Dort regnete es innerhalb kurzer Zeit gebietsweise über 70 mm.

Auch heute Mittwoch muss wieder mit teils heftigen Gewittern gerechnet werden. «Das Potenzial ist nach wie vor vorhanden», sagt die Meteorologin. Erst auf Donnerstag trocknet die Luftmasse allmählich ab und die Gewitteraktivität geht vor allem im Flachland zurück. (zsz.ch)

Erstellt: 23.05.2018, 11:33 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!