Stäfa / Meilen

Falschparker sorgen für höhere Busseneinnahmen

An heissen Tagen werden an der Seestrasse Autos oft auf dem Trottoir abgestellt. Vor allem in Stäfa und Meilen büsst die Polizei Falschparker.

Am frühen Nachmittag bei der Stäfner Risi: Badegäste haben ihre Autos auf dem Trottoir abgestellt.

Am frühen Nachmittag bei der Stäfner Risi: Badegäste haben ihre Autos auf dem Trottoir abgestellt. Bild: Frank Speidel

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Die Sonne brennt, der See ruft. Wenn die Temperaturen steigen, herrscht auf der Seestrasse Hochbetrieb. In Scharen strömen die Badegäste an den Zürichsee. Viele kommen mit dem Auto. Wo es nur wenige Parkplätze gibt, stellen manche ihr Fahrzeug auf dem Trottoir und dem Radstreifen ab. An heissen Tagen stehen dutzende Autos im Parkverbot.

Das kann teuer werden. 120 Franken kostet es, wenn man mit dem Auto das Trottoir oder den Radstreifen blockiert. Die Polizei verteile am Stäfner Kehlhof an einem Wochenende Bussen in der Höhe von 10?000 bis 20?000 Franken, berichtete ein Anwohner. Geht man von einem Betrag von 10?000 Franken aus, müssten 83 Autofahrer gebüsst werden. Auf Freitag, Samstag und Sonntag verteilt wären es etwa 28 Bussen pro Tag.

«Bussen nicht nach Budget»

«Das scheint mir etwas hoch gerechnet», sagt Ruedi Haug, Chef der Stäfner Sicherheitsabteilung. Eine Statistik, wo wie häufig gebüsst wird, führt die Gemeinde nicht. «Wir stellen Bussen aus, wenn es Reklamationen gibt», sagt Haug. «Häufig beschweren sich Velofahrer, wenn der Radstreifen blockiert ist.» Aber auch Anwohner haben sich schon bei der Polizei wegen Falschparkern gemeldet.

Wenn Reklamationen eingehen, rückt die Gemeindepolizei oder die Kantonspolizei aus – je nachdem, wo der Anruf eingeht. Die Busseneinnahmen der Gemeindepolizei Stäfa fliessen in die Gemeindekasse. Bei der Kantonspolizei kommen sie dem Kanton zugute. «Wir müssen bei den Bussen kein Budget einhalten», sagt Haug. «Dies ist bei der Einführung der Gemeindepolizei so beschlossen worden.»

Auch in Meilen wird an der Seestrasse falsch geparkt. «Es werden vermehrt Autos auf dem Trottoir entlang der Seestrasse abgestellt», sagt der stellvertretende Meilemer Gemeindeschreiber Marc Bamert. Vor allem bei der Badeanlage Ländeli in Obermeilen und beim Strandbad Dorfmeilen wird falsch geparkt. Die Fussgänger können in diesem Fall oft nur auf die Strasse ausweichen. «Fehlbare Autofahrer werden von der Polizei gebüsst», sagt Bamert. Dabei habe es in der Umgebung des Strandbads nicht weit entfernt genügend Parkplätze. «Stellt man das Auto im Rosengarten-Parkhaus bei der Migros ab, sind es nur ein paar Schritte mehr.»

In Küsnacht ist die Situation weniger dramatisch. Auf der Seestrasse werde kaum falsch geparkt, heisst es von der Sicherheitsabteilung. Mit ein Grund dafür ist, dass es bei den öffentlichen Küsnachter Seeanlagen mehr Parkplätze gibt als etwa im Stäfner Kehlhof.

Erstellt: 24.07.2015, 16:22 Uhr

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