Zürichsee

Fähre möchte vom Stau profitieren

In Herrliberg und Küsnacht ist der Verkehr in Richtung Zürich wegen Baustellen beeinträchtigt. Neue Plakate preisen die Zürichsee-Fähre als ideale Alternative an.

Mit diesem und anderen Plakaten wirbt die Zürichsee-Fähre für angenehme zehn Minuten auf ihren Fähren.

Mit diesem und anderen Plakaten wirbt die Zürichsee-Fähre für angenehme zehn Minuten auf ihren Fähren. Bild: Sabine Rock

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Im Küsnachter Morgenverkehr herrscht derzeit dicke Luft. Weil die Seestrasse in Fahrtrichtung Zürich wegen Bauarbeiten gesperrt ist, kommt es auf den Umfahrungen zu Stau und Verzögerungen für die Autofahrer. Auch in Herrliberg ist der Verkehr auf der Seestrasse wegen einer Baustelle beeinträchtigt.

Da kommt die neue Werbekampagne der Zürichsee-Fähre Meilen-Horgen AG durchaus passend daher: Mit Sprüchen wie «Lieber zehn Minuten frohgestimmt über den See als verstimmt durch den Stau» wirbt sie auf Plakaten an verschiedenen Standorten für ihre Fähren.

Betrachtet die Zürichsee-Fähre die für viele Autofahrer leidigen Baustellen als eine Steilvorlage zur Steigerung ihres eigenen Passagieraufkommens? «Nein, überhaupt nicht, aber wir sind je nach Zielort in Zürich sicher eine gute Alternative», entgegnet Martin Zemp, Geschäftsführer der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG, auf die Frage. «Der alte Werbeauftritt war ein bisschen in die Jahre gekommen, darum war schon seit längerem klar, dass wir unsere Werbung überarbeiten werden.»

Die aktuelle Kampagne habe man daher völlig unabhängig von der jetzigen Verkehrssituation am rechten Zürichsee-Ufer geplant.

Nähe ist entscheidend

Auch könne man zurzeit noch nicht beurteilen, inwiefern sich die Baustellen am rechten Ufer auf die neusten Passagierzzahlen der Zürichsee-Fähre auswirken würden. Denn «die Baustellen sind für und gegen uns», wie Zemp festhält. Tendenziell eher positiv würden sich solche Baustellen auf das Passagieraufkommen auswirken, die eher weit weg von Meilen oder Horgen den Verkehr nach Zürich behinderten, so wie dies gegenwärtig in Küsnacht der Fall sei.

Auch die Sperrung des Bellevues in der Stadt Zürich vor einigen Jahren habe sich nachweislich positiv auf die Passagierzahlen ausgewirkt, wie Zemp bestätigen kann. Befinden sich die Baustellen hingegen in der Nähe der Fähranlegestellen, so wie zurzeit in Herrliberg, sei dies kontraproduktiv für die Fähre. «Dann befürchten viele Autofahrer schon auf dem Weg zur Fähre Beeinträchtigungen des Verkehrs und entscheiden sich für andere Wegvarianten», wie Zemp anmerkt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.04.2019, 18:52 Uhr

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