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Erste Zürcher Kantonsratspräsidentin verstorben

Gertrud Erismann-Peyer ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Die FDP-Politikerin aus Küsnacht war 1985/1986 die erste Frau, die den Zürcher Kantonsrat präsidierte.

Polit-Pionierin Gertrud Erismann wurde vor gut 30 Jahren die erste Zürcher Kantonsratspräsidentin. Im Bild: Erismann bei der Besprechung der Kampagne für die Urnenabstimmung über die neue Küsnachter Zentrumslösung.
Polit-Pionierin Gertrud Erismann wurde vor gut 30 Jahren die erste Zürcher Kantonsratspräsidentin. Im Bild: Erismann bei der Besprechung der Kampagne für die Urnenabstimmung über die neue Küsnachter Zentrumslösung.
Archiv Philippa Schmidt

Gertrud Erismann-Peyer engagierte sich von 1974 bis 1982 in ihrer Wohngemeinde Küsnacht im Gemeinderat, von 1975 bis 1988 arbeitete sie im Kantonsrat mit. Im Mai 1985 - 14 Jahre nach dem Einzug der Frauen in die Kantonspolitik - wurde die Juristin mit 131 von 163 möglichen Stimmen zur ersten Zürcher Kantonsratspräsidentin gewählt.

In ihrer Antrittsrede erinnerte sie ihre Ratskollegen an die gestaltende Aufgabe des Parlamentes: Der Rat bewerte oft die Tagesprobleme als derart wichtig, dass er die grossen Zusammenhänge aus den Augen verliere. Die Nachwelt werde von seinem Tun und Lassen nur dann Kenntnis nehmen, wenn er bleibende Werte schaffe, sagte sie.

Treibende Kraft in Küsnacht

Gertrud Erismann-Peyer stand nach ihrer Tätigkeit im Kantonsrat als Sprecherin und Direktionsmitglied der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) weiterhin in der Öffentlichkeit. Sie engagierte sich auch politisch weiter - im Oktober 2016 setzte sie sich etwa in der IG «Ja zu Küsnacht» für die lokale Zentrumsentwicklung ein. Am vergangenen Samstag ist die erste Zürcher Kantonsratspräsidentin verstorben. Nach einem vielseitigen, engagierten Leben, welches Familie und Freunden sowie in reichem Masse auch der Öffentlichkeit zu Gute kam, schreiben Angehörige in einer Todesanzeige, die am Donnerstag in verschiedenen Zeitungen erschienen ist.

(SDA)

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