Erlenbach

Erlenbacher unterstützen ihre Patengemeinde Valendas

Alle fünf Vorlagen wurden an der Gemeindeversammlung einstimmig angenommen.

Erlenbach hat sich einstimmig für eine finanzielle Unterstützung der Bündner Partnergemeinde Valendas ausgesprochen.

Erlenbach hat sich einstimmig für eine finanzielle Unterstützung der Bündner Partnergemeinde Valendas ausgesprochen. Bild: pd

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Die Gemeindeversammlung in Erlenbach stand ganz im Zeichen von Valendas. Einstimmig sagten die 101 Erlenbacherinnen und Erlenbacher Ja, als es um die Unterstützung der Bündner Berggemeinde ging.

Dies unter der Beobachtung einer Delegation, die extra aus dem Safiental angereist war. Konkret ging es am Montagabend um einen Gemeindebeitrag von bis zu 380 000 Franken für das sogenannte Erlihuus, ein Gemeinschaftshaus, das Teil einer neuen Überbauung mit sieben Wohnungen ist.

Der Gemeindepräsident Sascha Patak (FDP) gab bei der Präsentation der Vorlage einen Einblick in die mehr als 40-jährige Zusammenarbeit der beiden Dörfer. Die Erlenbacher Unterstützung habe immer wieder zu wichtigen Impulsen in der Berggemeinde geführt. «Das erste Mal wollen Familien in die Berggemeinde zurückkommen – und finden keinen Platz mehr», schilderte Patak die Situation.

Genau deswegen soll die Siedlung Burggarta nun Abhilfe schaffen. Das Erlihuus bezeichnete der Gemeindepräsident als einen Platz, wo man sich treffen könne, eine Vereinsversammlung, eine Party haben oder sogar eine Ausstellung ausrichten könne.

Besuch aus dem Safiental

Bei der Unterstützung für Valendas handelt es sich um gebündelte Beiträge, die sonst im Verlauf von sechs Jahren ausgezahlt worden wären. Einem Stimmberechtigten war dies offensichtlich zu wenig. Er stellte die Frage, ob die Summe nicht ein wenig knausrig sei. «Warum stocken wir es nicht auf eine halbe Million auf?»

«Wir investieren in ein Projekt, nicht in eine Gemeindekasse»

Das Haus koste nicht mehr, «wir müssten es vergolden», entgegnete Patak mit einem Schmunzeln. Ein anderer Erlenbacher zeigte sich kritischer. Er erinnerte daran, dass Valendas mittlerweile Teil der Gemeinde Safiental ist, und wollte wissen, wie man sicherstelle, dass das Geld nicht im Säckel der Gemeinde lande. «Wir investieren in ein Projekt, nicht in eine Gemeindekasse», versicherte Patak und verwies auf die Stiftung Valendas Impuls, die hinter dem Projekt steht. Mögliche Bedenken konnte Patak damit offensichtlich zerstreuen. Niemand stimmte gegen den Gemeindebeitrag.

Nicht nur Patak, sondern auch Thomas Buchli, Gemeindepräsident von Safiental, richtete einige Worte an die Erlenbacher. «Das Haus hat für uns eine immense Bedeutung», bedankte er sich nach der Abstimmung und sprach von einem «riesigen Beitrag».

Mehr Geld für Mobilität

Doch nicht nur in der Valendas-Frage bewiesen die Erlenbacher Einstimmigkeit. Auch alle anderen Geschäfte nahmen sie ohne Gegenstimme an. Darunter die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde, die mit einem Überschuss von 2,5 Millionen schloss. Budgetiert war ein Plus von 66 000 Franken. Aber auch die Jahresrechnung der Gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg sowie die Bauabrechnung der Sanierung der Schulhausstrasse wurden ohne Opposition genehmigt.

Einzig bei der Abrechnung des Förderprogramms Energie 2016 bis 2018 gab es einen Wortbeitrag. Die nachhaltige Energieproduktion sei deutlich weniger gefördert worden als vorgesehen, während dies bei der Mobilität dafür umgekehrt sei, wandte der Erlenbacher Kantonsrat Thomas Forrer (Grüne) ein und erkundigte sich nach den Hintergründen. Es seien nicht mehr so viele Gesuche reingekommen, erläuterte Umweltvorstand Martin Dippon (FDP) in Bezug auf Fotovoltaikanlagen.

Nach knapp 30 Minuten hatten die Erlenbacher auch dieses Geschäft abgesegnet. Dass es schnell vonstattenging, mochte auch damit zu tun haben, dass «die anderen 101 Erlenbacher, die sonst noch hier sind, heute in der Badi sind», wie Patak scherzhaft vermutete. Am Ende stand wieder die Patengemeinde im Fokus: Direkt nach der Versammlung fand ein Infoanlass zur Gründung des Vereins «Freunde Engihuus Valendas» statt.

Erstellt: 25.06.2019, 07:46 Uhr

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