Erlenbach

Erlenbacher Alterszentrum deutlich günstiger als geplant

Der Bau des Alterszentrums Gehren dauerte Länger als geplant. Die Kosten fallen dennoch geringer aus als der bewilligte Baukredit.

Das Alterszentrum Gehren wurde im Frühjahr dieses Jahres feierlich eröffnet.

Das Alterszentrum Gehren wurde im Frühjahr dieses Jahres feierlich eröffnet. Bild: Archiv Manuela Matt

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Ende Mai war es nach einer knapp dreijährigen Bauzeit soweit: Das Erlenbacher Alterszentrum Gehren feierte Eröffnung. Inzwischen liegt die Bauabrechnung vor. Obschon die Bauzeit ein knappes Jahr länger dauerte als erwartet, fällt die Schlussabrechnung am Ende erfreulich aus.

Das als «Jahrhundertbauwerk» bezeichnete Gebäude kommt die Erlenbacher mit 39,7 Millionen Franken günstiger zu stehen als erwartet. Der vom Souverän bewilligte Baukredit von 44 Millionen konnte um 4,3 Millionen Franken unterschritten werden. Entsprechend erfreut zeigt sich der Gemeindeschreiber Hans Wyler: «Nach einem harzigen Start ist es uns gemeinsam mit dem Generalunternehmer gelungen, das Gebäude in guter Qualität fertig zu stellen.» Die längere Bauzeit habe sich am Ende in der Ausführung bezahlt gemacht.

Geplant war die Fertigstellung des Erlenbacher Alters­zen­trums Gehren ursprünglich für den Herbst 2017. Bild: Manuela Matt.

Planung und Kontrollen

Dass der bewilligte Kredit nicht ausgeschöpft wurde, führt Wyler in erster Linie auf eine gute Planung und strikte Baustellen- und Kostenkontrollen zurück. «Wir haben auf kostspielige nachträgliche Änderungen möglichst verzichtet und die Kosten stets im Auge behalten», sagt er. Hinzu komme, dass der Generalunternehmer der Gemeinde aufgrund der längeren Bauzeit eine Vertragsstrafzahlung leisten musste.

Wyler weist zudem darauf hin, dass die Kosten, die der Gemeinde effektiv entstanden sind, sogar noch um 0,68 Millionen Franken tiefer liegen. Der Hintergrund ist die Auflösung des Fürsorgevereins Erlenbach. Die Gemeinde hat das Vereinsvermögen zur Finanzierung der Dachterasse, des Kinderspielplatzes und des neuen Dorfbrunnens sowie des Cheminézimmers erhalten.

Höhere Mietkosten

Ganz ohne Mehrkosten ging es dann doch nicht: Während der Bauzeit waren die Erlenbacher Senioren im Küsnachter Alterswohnheim am See untergebracht. Im Gegensatz zu den Baukosten fiel die Nutzung des Provisoriums wegen der längeren Bauzeit teurer aus als ursprünglich geplant. Die Kosten überschreiten den vom Souverän bewilligten Betrag um 0,36 Millionen Franken. Die Miete trug jedoch die Senevita AG, die das Alterswohnheim am See seit Anfang 2017 betrieb und jetzt auch den Gehren im Auftrag der Gemeinde führt.

Erstellt: 18.10.2018, 14:09 Uhr

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