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Erlenbach rechnet mit Gewinn und stabilen Steuern

Der Gemeinderat erwartet für 2018 einen kleinen Gewinn – dank tieferer Ausgaben. Die Steuern in Erlenbach sollen auch mittelfristig nicht erhöht werden. Die Rechnung in diesem Jahr dürfte zudem besser ausfallen als erwartet.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Erlenbach können mittelfristig mit einem gleichbleibenden Steuerfuss rechnen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Erlenbach können mittelfristig mit einem gleichbleibenden Steuerfuss rechnen.
Keystone

Der Erlenbacher Voranschlag für das kommende Jahr sieht Ausgaben von insgesamt rund 65,2 Millionen Franken und Erträge von 65,3 Millionen Franken vor. Der Gemeinderat rechnet mit einem Gewinn von exakt 66’400 Franken, wie er mitteilt. Zudem beantragt er gegenüber der Gemeindeversammlung vom 27. November, den Steuerfuss unverändert bei 79 Prozent zu belassen.

Bei den Ausgaben wird die Abgabe in den kantonalen Finanzausgleich als der nach wie vor grösste Posten bezeichnet. Sie beläuft sich fürs nächste Jahr auf 23,7 Millionen Franken, ist damit jedoch um rund 1,9 Millionen tiefer als im laufenden Jahr. Grund sei die rückläufige Steuerkraft, schreibt der Gemeinderat dazu. Der Personal- und Sachaufwand erreicht im Budget 9,2 respektive 8,3 Millionen, das sind insgesamt 5,8 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Entlastung beim Altersheim

Ausschlaggebend dafür ist, dass das Alterswohnheim am See bereits seit dem laufenden Jahr von der Dienstleistungsfirma Senevita betrieben wird. Dort wohnen Erlenbacher Senioren, bis der neue Gehren fertig ist. Die Betriebskosten sind deshalb nicht mehr im Budget der Gemeinde enthalten, wie Gemeindeschreiber Hans Wyler erklärt. Die Gemeinde leiste jetzt noch eine Defizitgarantie, könne in Zukunft aber auch mit einem Mietzins für die Gebäude rechnen.

Bei den Steuereinnahmen rechnet das Budget mit einem praktisch stabilen Ertrag von 41,5 Millionen Franken. Dazu kommen Grundstückgewinnsteuern von 5 Millionen und Steuern aus Vorjahren von 6,5 Millionen. Die geplanten Nettoinvestitionen belaufen sich auf 17,2 Millionen, vor einem Jahr waren es noch 25 Millionen. Der grösste Anteil entfällt 2018 mit 11 Millionen noch einmal auf den Bau des Alterszentrums Gehren, das laut Gemeinderat im nächsten Mai eröffnet werden soll. Je eine Million sollen für den Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Küsnacht-Erlenbach-Zumikon und die Sanierung eines Teils der Forchstrasse investiert werden.

Weil für die Finanzierung der Investitionen laut dem Gemeinderat flüssige Mittel von rund 9,5 Millionen fehlen, soll für 2018 Fremdkapital von 7 Millionen Franken aufgenommen werden. Es ist laut Wyler das erste Mal seit langem, dass die Gemeinde Geld auf dem Kapitalmarkt beschafft - und zwar für maximal drei Jahre. Die finanzpolitischen Perspektiven von Erlenbach sind aber nach wie vor solid: Eine weitere Verschuldung zur Finanzierung von Investitionen ist nicht geplant – und eine Steuererhöhung ist im Rahmen der Planung bis 2022 kein Thema, wie Gemeindeschreiber Wyler bestätigt.

Gewinn statt Verlust

Die diesjährige Rechnung der Gemeinde dürfte bedeutend besser abschliessen als erwartet, wie Gemeindeschreiber Wyler bestätigt: Konkret sollte gemäss aktuellen Hochrechnungen statt eines Defizits von 0,4 Millionen ein Gewinn von rund 2,5 Millionen resultieren. Grund für die klare Verbesserung ist auch hier die vorzeitige Auslagerung des Alterswohnheims, das die effektiven Ausgaben im Haushaltsbudget erheblich entlasten dürfte.

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