Erlenbach

Erlenbach macht vorwärts mit Neugestaltung der Schifflände

Das Schiffländeareal in Erlenbach soll erneuert und der Dorfbach renaturiert werden. Der Gemeinderat hat die Planung abgeschlossen und legt die Projekte öffentlich auf.

Wird erneuert und anders gestaltet: Das Schiffländeareal in Erlenbach – mit dem Wartehaus und dem Dorfbach (rechts bei den Bäumen).

Wird erneuert und anders gestaltet: Das Schiffländeareal in Erlenbach – mit dem Wartehaus und dem Dorfbach (rechts bei den Bäumen). Bild: Manuela Matt

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Die Gemeinde Erlenbach wird ab nächstem Freitag zwei Projekte öffentlich auflegen: erstens die Pläne für die Neugestaltung des Schiffländeareals, welches die Zufahrtsstrasse zur Anlege­stelle, den Platz am See und auch die Parkplätze umfasst. Dieses Areal soll mit einem Pflasterstein­belag ausgestattet und in eine «fussgängerfreundliche Begegnungszone» umgewandelt werden, wie der Gemeinderat mitteilt.

Das heisst auch, dass für Fahrzeuge künftig Tempo 20 gelten würde statt wie bisher Tempo 30 – und Fussgänger Vortritt haben, wie Gemeindeschreiber Hans Wyler präzisiert. Geplant ist auch, 14 der bisher 40 vorhan­denen Parkplätze aufzuheben.

Bachbett mit Sitzplätzen

Das zweite Projekt betrifft den Dorfbach, der sich auf der Ostseite des Schiffländeareals befindet: Hier will die Gemeinde die Stützmauer am Bachufer in Nähe des Sees durch Sitzstufen ersetzen, wo Besucher verweilen können. Aus­ser­dem soll der obere Teil des Bachbetts renaturiert und ökologisch mit einer Böschung aufgewertet werden. Die Kanalisationsleitung im Bachbett soll unter die Strasse verlegt werden. Dass die Unterlagen für zwei Projekte aufgelegt werden, ist laut Gemeindeschreiber Wyler dar­auf zurückzuführen, dass der Kan­ton für Erneuerungsarbeiten an Bächen oder Strassen unterschiedliche gesetzliche Verfahren vorschreibt.

Die Gemeindeversammlung soll am 26. November über die Neugestaltungsprojekte abstimmen. Mit den Bauarbeiten könnte laut Wyler im ersten Quartal 2020 begonnen werden. «Die Gesamtkosten für die Umsetzung belaufen sich auf 3,6 Millionen Franken», ergänzt der Gemeindeschreiber.

Kein Bestandteil der aktuellen Projekte ist das Schiffswartehaus vor der Anlegestelle, das in Erlen­bach schon seit über zehn Jahren als möglicher Standort eines Bistros diskutiert wird. Hier hält der Gemeinderat eine «Denkpause» für angebracht, wie er in der Mitteilung festhält.

Pilotprojekte fürs Wartehaus

Grund ist etwa die Erkenntnis, dass ein Umbau des denkmal­ge­schütz­ten Gebäudes oder der feste Einbau einer Küche nur unter gros­sen Auflagen und hohen­ Kosten möglich wäre. Nach diversen Ab­klärungen will man nun nochmals über die Bücher und ab nächstem Sommer zuerst mal mit Pilotprojekten her­aus­finden, was für ein gastronomisches An­ge­bot überhaupt sinnvoll und wirtschaftlich erfolgreich sein könnte: «Möglich ist zum Beispiel ein mobiler Crêpe-­ oder Glace­stand – oder auch ein Cateringangebot eines Erlenbacher Wirtes», sagt Wyler dazu.

Klar sei aber schon jetzt, dass nur ein saisonales Gastroangebot im Sommer infrage komme. Ein grösseres Hafenrestaurant wie etwa in Männedorf sei zudem schon aus Platzgründen nicht denkbar.

Die Neugestaltung der Schifflände hatte der Gemeinderat vor vier Jahren zu den wichtigsten Zielen der laufenden Legislatur bis 2018 erklärt. Der Start für die Umsetzung war eigentlich schon für 2017 geplant. «Die ganze Planung sowie die nötig gewordenen Abklärungen zum Schiffswartehaus haben sich aber als viel aufwendiger erwiesen als ursprünglich erwartet», erklärt Hans Wyler die zeitliche Verzögerung der Projekte. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 23.07.2018, 10:56 Uhr

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