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Er verlässt Erlenbach um im Irak zu helfen

Sechs Monate war Andreas Goerlich stellvertretender Pfarrer in der Gemeinde Erlenbach. Der Abstecher an den Zürichsee ist nur vorübergehend: Im Dezember reist er zum wiederholten Mal als Flüchtlingshelfer in den Irak.

Erlenbach: Pfarrer Andreas Goerlich hat neun Monate in Kurdistan in einem Flüchtlingscamp gearbeitet und wird im Dezember für sieben Monate nach Mossul fahren.
Erlenbach: Pfarrer Andreas Goerlich hat neun Monate in Kurdistan in einem Flüchtlingscamp gearbeitet und wird im Dezember für sieben Monate nach Mossul fahren.
Manuela Matt
Bei Kindern, die Jahre lang vom IS unterrichtet wurden, sitzt die Gehirnwäsche tief. Als Flüchtlingshelfer gehört auch das Spielen zu Goerlichs Aufgaben. Die Beschäftigung gibt den Flüchtlingen ein Stück Normalität zurück.
Bei Kindern, die Jahre lang vom IS unterrichtet wurden, sitzt die Gehirnwäsche tief. Als Flüchtlingshelfer gehört auch das Spielen zu Goerlichs Aufgaben. Die Beschäftigung gibt den Flüchtlingen ein Stück Normalität zurück.
zvg
Ausgerüstet für den ersten Schultag: Mädchen in Mossul posieren mit ihren neuen Schultheks.
Ausgerüstet für den ersten Schultag: Mädchen in Mossul posieren mit ihren neuen Schultheks.
zvg
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Ein Bub, etwa 10 Jahre alt, hält eine Seifenblasendose in der Hand. Seine Augen strahlen vor Freude, er lächelt glücklich in die Kamera. Erst bei genauerem Hinschauen fällt der Blick auf sein linkes Ohr – verstümmelt und vernarbt. Aufgenommen wurde das Foto in Kurdistan, in der Nähe von Dohuk.

Im Erlenbacher Pfarrhaus sitzt Andreas Goerlich vor seinem Laptop und deutet auf den Bildschirm: «Das war ein Racheakt des IS.» Er scrollt weiter. Narben von Säureangriffen. Verkrüppelte Beine, verursacht durch zahlreiche Knochenbrüche. Leere Blicke, verängstigte Mienen.

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