Bildung

Englischsprachige Krippen boomen im Bezirk Meilen

Immer mehr Eltern im Bezirk Meilen wollen ihre Kinder schon von klein auf fördern. Zuoberst auf dem Lehrplan steht Englisch.

Immer mehr Kleinkinder im Bezirk Meilen werden englischsprachig betreut. Viele Eltern wollen ihren Kindern damit einen Vorteil im Leben verschaffen.

Immer mehr Kleinkinder im Bezirk Meilen werden englischsprachig betreut. Viele Eltern wollen ihren Kindern damit einen Vorteil im Leben verschaffen. Bild: Symbolbild/Keystone

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Um in der globalisierten Welt weiter zu kommen, muss man Englisch wie eine zweite Muttersprache beherrschen – so die gängige Meinung. Da Kinder Sprachen im jungen Alter am einfachsten lernen, schicken immer mehr Eltern im Bezirk Meilen ihren Nachwuchs in zweisprachige Kinderkrippen oder Spielgruppen. Ein Blick auf Google-Maps zeigt: Je näher an der Stadt Zürich eine Gemeinde liegt, desto grösser ist das multilinguale Angebot der Kinderbetreuung. Das ist kein Zufall, lockt die Nähe zu den grossen internationalen Firmen im Metropolitanraum doch neben Expats auch viele bildungsnahe Schweizer Familien an.

Nicht nur Expats

«Die Nachfrage nach englischsprachigen Betreuungsplätzen hat durch die Zuwanderung von Kaderleuten zugenommen», bestätigt Françoise Muret von der Fachstelle für Spielgruppen der Bezirke Zürich, Affoltern, Horgen und Dietikon (FS ZAHD). Im Bezirk Meilen fehlt eine entsprechende Institution, die FS ZAHD gibt aber als Anlaufstelle im Grossraum Zürich auch für das rechte Seeufer Auskunft. «Die meisten Kinder stammen aus Akademikerfamilien», sagt auch Susana Binz-Adam, Inhaberin des Kidsloft in Herrliberg. Anders als vielleicht angenommen, nehmen aber nicht Expatkinder die Mehrheit der 18 Betreuungsplätze im Kidsloft in Anspruch. «Die meisten Kinder sind Schweizer.»

Auch die Küsnachter Kinderkrippe Double Decker ist bei Einheimischen beliebt. «Zum einen richtet sich unser Angebot an Schweizer Familien, die ihre Kinder an eine multikulturelle Umgebung gewöhnen wollen», sagt Krippenleiterin Nava Bader. «Die zweite Zielgruppe sind ausländische Familien, die sich mehr in die lokale Gemeinschaft und Kultur integrieren möchten.» Derzeit werden in Double Decker 58 Kinder aus 15 Nationen betreut und auch den Erlenbacher Vorkindergarten Apple Tree besuchen sowohl Schweizer als Ausländer, sagt Gründerin Suzanne Locklin. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.02.2018, 16:52 Uhr

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