Zumikon

Verjüngungskur für das Gemeindehaus

Das Gemeindehaus von Zumikon hat fast 40 Jahre auf dem Buckel. Um diesem Alterungsprozess entgegenzuwirken, beantragt der Gemeinderat der Stimmbürgerschaft einen Kredit von 1,24 Millionen Franken.

Das Zumiker Gemeindehaus ist in die Jahre gekommen und sollte dringend renoviert werden.

Das Zumiker Gemeindehaus ist in die Jahre gekommen und sollte dringend renoviert werden. Bild: Sabine Rock

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Das Zumiker Gemeindehaus am Dorfplatz ist in die Jahre gekommen. Seit seinem Bau Ende der 1970-er Jahre wurde es nie grundlegend saniert. Oder wie es der Zumiker Gemeindeschreiber Thomas Kauflin sagt: «Es entspricht schlicht nichts mehr den heutigen Anforderungen.»

Um das zu ändern, legt der Gemeinderat den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember ein Projekt zur inneren Teilerneuerung des Gebäudes vor. 1,24 Millionen Franken sollen die Stimmbürger für die Verjüngungskur des Gemeindehauses sprechen. Für die Ausarbeitung des Erneuerungsprojekts wurde das Architekturbüro Reiser und Partner Architekten GmbH aus Zumikon beauftragt.

Vor allem technische Neuerungen seien dringend notwendig, betont Kauflin. So müssten fast sämtliche Leitungen und Kabel ersetzt werden. «Derzeit befinden wir uns, was die Elektroanlagen angeht, quasi noch im Steinzeitalter.» Die Erneuerung der technischen Anlagen bildet gemeinsam mit dem Ersatz der Bodenbeläge und der Modernisierung der Sanitäranlagen denn auch den teuersten Posten. Rund 800'000 Franken beträgt der ungefähre Kostenanteil dieser Arbeiten.

Personalraum ist zu klein

Ein weiterer Massnahmenblock fasst die Gemeinde Zumikon unter dem Titel «Erfüllung von Auflagen» zusammen. So müssen gemäss den heutigen Vorschriften der Feuerpolizei etwa neue Brandabschlusstüren in das Gebäude eingebaut werden. Auch der Ersatz der heute nicht mehr gestatteten Holztäferdecken in den Korridoren und im Treppenhaus gehören zu den Auflagen.

Um zudem den Ansprüchen an einen modernen Verwaltungsbetrieb gerecht zu werden, ist ausserdem die Modernisierung der veralteten IT-Infrastruktur, die bessere Sicherung des Polizeibereichs sowie die Erstellung eines neuen Mehrzweck- und Aufenthaltsraums geplant. Der heutige Personalraum bietet Platz für rund 12 Personen. In den Verwaltungsbetrieb seien aktuell jedoch doppelt so viele Personen involviert. «Während die Mitarbeiter der Gemeinde früher vorwiegend auch hier gewohnt haben, ist dies heute kaum mehr der Fall», sagt Kauflin. Dementsprechend komme dem Personalraum als Rückzugsort für die Mittagspause heute eine grössere Bedeutung zu.

Der Betrieb läuft weiter

Zwar sollen die Mitarbeiter künftig einen grösseren und moderneren Pausenraum erhalten, ein Luxusbau wird das Gemeindehaus aber nicht werden. «Wir haben eine Vorlage ausgearbeitet, die die notwendigsten Arbeiten umfasst, um das Gemeindehaus auch für den nächsten Lebenszyklus von 30 Jahren möglichst optimal nutzen zu können», fasst es Thomas Kauflin zusammen. Nach dem diesjährigen Sommer habe man während der Projekterarbeitung etwa auch über eine Klimaanlage nachgedacht. Aus Kostengründen wurde die Idee jedoch wieder verworfen.

Ebenso verzichtet die Gemeinde auf Provisorien wie einen Container oder die Anmietung von externen Räumen während der Umbauphase. Die Arbeiten sollen unter laufendem Betrieb erfolgen. «Diese logistische Herausforderung nehmen wir gerne auf uns, wenn wir danach in einem zeitgemässen Verwaltungsgebäude arbeiten können», sagt Kauflin.

2028 folgt die zweite Etappe

Sprechen sich die Stimmberechtigten für den Kredit aus, soll die Teilerneuerung bereits im nächsten Jahr ausgeführt werden. Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Monaten.

Die für 2019 geplante Erneuerung des Gebäudeinnern steht indes nicht für sich alleine. In einer zweiten Bauetappe sollen nämlich auch die Gebäudehülle und die Mietwohnungen im dritten Obergeschoss des Hauses auf Vordermann gebracht werden. Die Arbeiten hierfür sind aber erst für das Jahr 2028 geplant. Die Etappierung mache aus zwei Gründen Sinn, erklärt Thomas Kauflin: «Zum einen besteht eine unterschiedliche Dringlichkeit für die Arbeiten und zum anderen lassen sich die doch erheblichen Investitionen verteilen.»

Neben dem Kredit für die innere Teilsanierung des Gemeindehauses legt der Zumiker Gemeinderat den Stimmberechtigten am 8. Dezember zudem das Budget 2019 mit gleichbleibendem Steuerfuss von 85 Prozent vor.

Gemeindeversammlung Zumikon: Samstag, 8. Dezember, 10 Uhr, Gemeindesaal im Gemeinschaftszentrum. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.11.2018, 16:11 Uhr

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