Musik

Eine Liebesgeschichte zwischen Bümpliz und Herrliberg

In der SRF-Sendung «Songmates» haben die Berner Georg Schlunegger und Ben Mühlethaler innerhalb von 48 Stunden ein Lied geschrieben. Der Titel: «Herrliberg».

Kaum denken sie an Herrliberg geht es vorwärts: Ben Mühletahl und Georg Schlunegger in der SRF-Sendung «Songmates».


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Der Name Herrliberg strahlt weit aus. Sogar in Bern kennt man die Zürichseegemeinde. Den beiden Bernern Georg Schlunegger und Ben Mühlethaler kommt Herrliberg jedenfalls sofort in den Sinn, als sie unter Zeitdruck gemeinsam einen Song verfassen müssen. Die beiden sind Teilnehmer der SRF Sendung «Songmates». Dort werden jeweils zwei Musiker zusammengebracht, die dann innerhalb von 48 Stunden ein Lied komponieren. Wer der Partner wird, wissen die beiden im Voraus nicht.

Schlunegger und Mühlethaler kannten sich jedoch bereits. Sie nehmen beide jeweils am Sommerlager der Kinderchor Schwiizergoofen teil. Schlunegger gehört zu den Gründungsmitgliedern des Chors. Daneben hat er auch den Männerchor Heimweh gegründet und landet mit Werbeliedern wie dem Coop Bio-Rap regelmässig Hits. Mühlethaler hat sich als Produzent von Müslüm, Lo und Leduc, Steff la Chefe und sogar Prince einen Namen gemacht.

Die grössten Gegensätze

Doch obwohl sie beide aus dem Kanton Bern stammen, sind sie unterschiedlich aufgewachsen. Mühletaler ist ein Stadtkind, Schlunegger ein Landkind. Genau dieser Stadt-Land-Graben war dann in der Sendung vom letzten Sonntag auch der Ausgangspunkt für ihre Neukreation. «Wir haben uns überlegt, welche Unterschiede es sonst noch gibt», erklärt Schlunegger. Arm - reich, Mann - Frau waren einige der gegensätzlichen Paare, die ihnen in den Sinn kamen.

Eine Liebesgeschichte mit diesen Elementen zu erzählen, schien ihnen dann am naheliegendsten. Diese Überlegungen stellten sie in Grindelwald an, wo sie für die Nacht einquartiert waren. Der grösste Gegensatz zu dieser Bergwelt war für die beiden Bümpliz, das Berner Stadtquartier. Schlunegger beschreibt es gegenüber der ZSZ folgendermassen: Blöcke, wenig Geld, Arbeiterklasse.

Wenn Schlunegger an Herrliberg denkt, klingt es ganz anders: «Dort hat es viele reiche Leute und eine tolle Aussicht auf den Zürichsee.» Er gibt selbst zu, dass er mit Klischees arbeitet – weder er noch Mühlethaler waren jemals in der Gemeinde. «Aber wir haben Herrliberg während dem Songschreiben gegoogelt.»

Der Père sagt Nein

Das Lied «Herrliberg» erzählt also die Geschichte eines Mannes aus Bümpliz, der sich in eine Tochter aus reichem Herrliberger Haus verliebt. Ihr Vater ist wenig begeistert. «Ihre Père seit nei, nei, nei. So eine bringsch mier ned hei», heisst es im Lied, eingesungen von Santosh Aerthott. Der Titel lautet Herrliberg und nicht Bümpliz, weil es ein schönes Wort sei und sich gut singen lasse, erklärt Schlunegger.

Sollte es ihr Song in die Hitparade schaffen, werden die beiden Produzenten in Herrliberg zu Abend essen, dass haben sie in der Sendung versprochen. Ein Restaurant haben sie sich auch schon ausgesucht: die Wirtschaft Blüemlisalp.

Vielleicht geben sie den Restaurantbesuchern dann eine Kostprobe ihres Songs: «Sie isch vo Herrlibärg, Herrlibärg. Und i bi nume vo Bümpliz, vo Bümpliz bi Bärn.»

Erstellt: 28.12.2018, 15:49 Uhr

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