Männedorf

Eine Fülle aus Farben und Formen

Am Freitag eröffnet die Ausstellung «die Unjurierte», die 22 lokalen Kunstschaffenden eine Plattform bietet.

Marie- Christine Ingold (Bild links), Heinz Bussinger (Skulptur und Bilder dahinter) und Manuela Brutschi (Bild rechts) sind drei von 22 Künstler, die an der «Unjurierten» ausstellen.

Marie- Christine Ingold (Bild links), Heinz Bussinger (Skulptur und Bilder dahinter) und Manuela Brutschi (Bild rechts) sind drei von 22 Künstler, die an der «Unjurierten» ausstellen. Bild: Michael Trost

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Seit 2009 organisiert der Verein Kulturschüür Männedorf im Auftrag der Gemeinde Ausstellungen – über 100 sind es seither gewesen. Eine dieser Schauen ist die bereits zum dritten Mal stattfindende «die Unjurierte». Der Gemeinderat lädt dazu Kunstschaffende, die entweder in Männedorf wohnen oder hier ihr Atelier haben, ein, ihre Werke zu zeigen. Heuer machen 22 Künstlerinnen und Künstler mit, die gemeinsam ab Freitag in der Kulturschüür mit über 65 Werken präsent sind. Wie es der Name der Ausstellung sagt, wurden diese vom Verein nicht juriiert, so dass eigentlich jede und jeder Interessierte mitmachen konnte.

Frauentorso aus Flaschendeckeln

Das Aufhängen und Aufstellen haben die Vorstandsmitglieder des Vereins übernommen; die Kunstschaffenden sehen die Ausstellung am Freitag an der Vernissage zum ersten Mal.

Bilder von Elisabeth Urech, Textilkunst von Heidi Arnold und Regula Schuster «Vom Teppich zum Faden». Bild: Michael Trost

Heidi Arnold und Regula Schuster widmen sich beide der Textilkunst. Zum Thema «Vom Teppich zum Faden» präsentieren sie von der Stofffetzenkugel über den geflochtenen Teppich bis zur Fadensäule eine Auswahl ihres Handwerks. Gerold Schoch malt figürlich und zeigt Berglandschaften aus dem Engadin. Gordana Delas hat ihre grellbunte Farbkomposition mit Blattgold verfeinert. Ungegenständlich sind auch Irene Neuenschwanders Bilder, in denen heitere Farben und Formen ineinander fliessen und sich auflösen. Heinz Bussinger nennt seinen Frauentorso «Miss Moët»: Er ist schuppenartig übersät mit recyclierten und flach gepressten Flaschendeckeln.

Der Fotografie haben sich Elvira Hürsch und Annette Golaz verschrieben. Während Erstere Landschaften aufnimmt, hält Golaz etwa Wassertropfen an einem Ast in einer Makroaufnahme fest und spielt beim Baumbild mit einer Verfremdungstechnik, so dass alles verschwommen wirkt. Nadine Caplunik-Katz hat ihre «Schmeichelsteine» mit goldenem Garn umhäkelt. In expressionistischer Manier stellt Brigitte Huber die Stadt Zürich in aggressiven Blautönen dar. Grossformatig sind auch die Landschaften von Heinz Dieffenbacher, die er in starken Farben plakativ darstellt. Die Vielfalt an Techniken ist so gross wie die Anzahl der Kunstschaffenden.

Erstellt: 14.11.2019, 14:17 Uhr

Vernissage

Freitag, 15. November um 19 Uhr. Geöffnet bis 1. Dezember, Mittwoch/Freitag 17 bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag 14 bis 17 Uhr. Kulturschüür, alte Landstrasse 230, Männedorf.

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