Uetikon

Die Christbaum-Olympiade hat ausgedient

Die Christbaum-Olympiade hat sich in Uetikon einen Namen gemacht. Nun geht sie am Sonntag in die zehnte und letzte Runde.

Bilder wie dieses vom Tannenbaum-Weitwurf aus dem letzten Jahr gehören bald der Vergangenheit an: Am Sonntag findet die zehnte und letzte Christbaum-Olympiade statt.

Bilder wie dieses vom Tannenbaum-Weitwurf aus dem letzten Jahr gehören bald der Vergangenheit an: Am Sonntag findet die zehnte und letzte Christbaum-Olympiade statt. Bild: Michael Trost

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Auf den Anlass macht ein Plakat kurz nach der Ortstafel aufmerksam: «Christbaum-Olympiade in Uetikon», steht geschrieben. Als Logo dient ein Weihnachtsbaum in den Farben Blau, Gelb, Schwarz, Grün und Rot – wie die fünf olympischen Ringe. Einige hundert Meter weiter befindet sich der Wettkampfplatz auf dem Bauernhof Kappelweid. Beobachter staunten dort in den letzten neun Jahren jeweils nicht schlecht, was man alles mit einem Christbaum anstellen kann, bevor dieser gehäckselt wird und als Holzschnitzel in Gärten landet.

In einem Mix aus sportlichem Wettkampf und Geschicklichkeitsprüfungen absolvierten die Teilnehmer der wahrlich grünsten Olympischen Spiele aller Zeiten einen Parcours über mehrere Posten mit dem Tannenbaum-Weitwurf als Königsdisziplin.

Wenig freiwillige Helfer

«Wir wählten immer den ersten Sonntag im neuen Jahr als Wettkampftag», sagt Matthias Rüegg, der die Idee der Christbaum-Olympiade anregte und sie verwirklichte. «Einmal ist der Sonntag auf den Berchtoldstag gefallen. Wäre er an Neujahr gewesen, wären wir auf den zweiten Sonntag im neuen Jahr ausgewichen.»

Der in Uetikon aufgewachsene Landschaftsgärtner aus Männedorf war von Beginn weg OK-Präsident, er ist im OK allerdings mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Und es ertönt das alte Lied: Offenbar ist es mit der Freiwilligenarbeit in letzter Zeit vielerorts nicht mehr gut bestellt. Vereine, vor allem jene mit überschaubaren Mitgliederzahlen, und Veranstalter von Anlässen, die nicht im ganz grossen Rampenlicht stehen, klagen regelmässig über zu wenig freiwillige Helfer. «Mir ergeht es genauso», sagt Rüegg.

Viel Aufwand

Rüegg fehlen Helfer für den Aufbau des Parcours, und da er auf die sportliche Komponente der Olympiade Wert legt, braucht es für die verschiedenen Disziplinen Schiedsrichter, die Ranglisten erstellen. «An solchen mangelt es ebenfalls.» Eigentlich wollte er schon nach der letztjährigen Veranstaltung aufhören, doch: «Die runde Zahl mit dem zehnten Mal ist nun ein besserer Abschluss.» Am Sonntag ab 11.30 Uhr werden demnach nochmals zahlreiche Teilnehmer ihren Spass haben. Besonders beliebt ist der Start im Familienwettbewerb mit Eltern, die ihre Jungmannschaft im olympischen Wettstreiten unterstützen. Kinder unter sich haben in ihrer Kategorie den hellen Spass an den Prüfungen, zu denen auch das Schmücken eines Weihnachtsbaums gehört. Wer eine Wettkampfpause einlegt, kann sich in der Festbeiz für die weiteren Einsätze stärken.

«Sponsoren zu finden, die Homepage zu aktualisieren, überhaupt, den Anlass zu organisieren, ist aufwendig.»Matthias Rüegg, Organisator

Verhalf Rüeggs Familien zu manch vergnüglichen Stunden, will er nun mehr Zeit für seine eigene Familie haben – ein weiterer Grund, weshalb er es mit der Olympiade beruhen lässt. «Sponsoren zu finden, die Homepage zu aktualisieren, überhaupt, den Anlass zu organisieren, ist aufwendig.» Für die Kinder sei es in diesen Tagen nicht nachvollziehbar, dass der Papi am PC sitze, wenn sie lieber mit ihm Skifahren gehen möchten, fügt er lachend an.

Vergebens Nachfolger gesucht

Auf die Suche nach einem Nachfolger hat sich Rüegg rechtzeitig gemacht. Es gab einige wenige, vage Rückmeldungen von Privatpersonen und Vereinen, die allesamt zu keinem Ergebnis führten. Nun soll am Sonntag ein grosses Abschiedsfest steigen. «Ein wenig Wehmut bringt der Tag schon mit», sagt er. Die Hoffnung, dass sich vielleicht am Wettkampftag noch eine Lösung abzeichnet oder sogar ergibt, hat er aber noch nicht aufgegeben.

Sonntag, 6. Januar, von 11.30 bis 15.30 Uhr auf dem Bauernhof Kappelweid, in Uetikon, www.christbaum-olympiade.ch (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.01.2019, 15:05 Uhr

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