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Ein gesunder Reflex

Regula Lienin zum Entscheid an der Küsnachter Gemeindeversammlung.

Die Sunnenwis auf der Allmend in Küsnacht bleibt ein Acker. Mit Raps im Frühling, Mohn im Sommer und glitzerndem Schnee im Winter. Sie wird unbebaut weiterhin den Blick auf die Albiskette freigeben – ohne Wenn und Aber. Denn die Stimmberechtigten folgten dem Antrag auf die Einzonung des gemeindeeigenen Grundstücks nicht. Es bleibt in der Reservezone und damit unangetastet.

Dem Küsnachter Entscheid liegt ein gesunder Reflex zugrunde. Warum die letzte gemeindeeigene Landreserve für künftige Bauten hergeben, wo doch in den vergangenen Jahrzehnten bereits so viel zugebaut wurde? Überhaupt: Ist noch mehr Wachstum wirklich wünschenswert?

Der Entscheid ist begrüssenswert. Die Arbeit des Küsnachter Gemeinderats vereinfacht er aber keineswegs. Die Behörde hat auch die Aufgabe, in planerischen und finanzpolitischen Fragen an die Zukunft zu denken. Die Bevölkerung wünscht weder eine Verdichtung im Zentrum noch einen Zugriff auf die letzte Reservezone. Das sind Fakten, mit denen der Gemeinderat zurechtkommen muss. Was er jedoch nicht verdient, sind Vorwürfe wegen angeblich handstreich­artigen Vorgehens und Schlangen­fängerei. Er hat nur seine Arbeit getan.

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