Stäfa

Ein Brief nach Stäfa weckte seine Sammelleidenschaft

Rolf Hauser ist begeisterter Briefmarkensammler. Auslöser für seine Sammellust war ein 150 Jahre alter Brief, den der gebürtige Stäfner über das Internet erwarb.

Briefmarken sind für Rolf Hauser eine willkommene Abwechslung zum stressigen Geschäftsalltag.

Briefmarken sind für Rolf Hauser eine willkommene Abwechslung zum stressigen Geschäftsalltag. Bild: PD / Auktionshaus Peter Rapp

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Heute ist es 175 Jahre her, dass der Kanton Zürich die legendären «Zürich 4» und «Zürich 6» abdruckte. Die Schweiz war nach Grossbritannien das erste Land, das Briefmarken herausgab. Seither ist die Lust auf Briefmarken ungebrochen hoch – das bestätigt auch Rolf Hauser, ein passionierter Briefmarkensammler.

Vor rund 15 Jahren stolperte er im Internet über einen 150 Jahre alten Brief, adressiert nach Stäfa. Mit Stäfa, dem Ort, an dem er seine Jugend verbracht hat, verbindet den mittlerweile in Urdorf tätigen Geschäftsmann viel: «Auch wenn ich 40 Jahre nicht mehr in Stäfa gewohnt habe, fühle ich mich dort zu Hause.» Das Läuten der Kirchenglocke, das im Elternhaus an der Kreuzstrasse zu hören war, habe sich bei ihm besonders eingeprägt.

Ästhetik steht im Vordergrund

Hauser entschied sich, den Brief zu erwerben. Dies war der Anfang einer Leidenschaft, wie der Sammler auch in einem Filmbeitrag erzählt, den das Auktionshaus Peter Rapp AG zum Jubiläum der Schweizer Briefmarke erstellt hat. Heute erstreckt sich Hausers Sammelleidenschaft über alle Schweizer Briefmarken, besonders aber interessiert er sich für Ersttagsbriefe. Als Firmeninhaber in der grafischen Branche sei er ein Ästhet, erklärt er. So stehe für ihn beim Briefmarkensammeln die Ästhetik auch klar im Vordergrund. Entscheidend sind für ihn die Sauberkeit des Poststempels, makellos ausgeschnittene Marken und – falls die Marke sich noch auf einem Brief befindet – auch die Handschrift des Absenders. Seine Lieblingsmarke ist ein «kleiner Adler», aufgegeben am 6.?Oktober 1849.

«Die Sammellust ist dem Menschen angeboren», sagt Hauser, «egal ob Fussballbilder, Gartenzwerge oder eben Briefmarken.» Dazu komme, dass Briefe Anekdoten aus der Vergangenheit erzählten und ein Zeichen für die Vergänglichkeit des Seins seien. «Um die Probleme eines Lehrers, der sich vor 150 Jahren per Brief über die fehlende Disziplin eines Schülers beschwerte, schert sich heute niemand mehr – weder der Lehrer noch der Schüler, seine Eltern noch irgendjemand anderes.» Dies übe eine besondere Faszination auf ihn aus. Ausserdem seien die Briefmarken für ihn eine Art Entspannung nach langen, stressigen Arbeitstagen.

Briefmarken als Investition

An Sammler und Investoren hat er einen speziellen Rat: «Das Briefmarkensammeln hat nicht nur eine emotionale Komponente: Wer geschickt sammelt, sich mit den Briefmarken beschäftigt und bereit ist, genug zu recherchieren, der kann mit Briefmarken sogar richtig viel Geld verdienen.»

Erstellt: 01.03.2018, 10:50 Uhr

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