Herrliberg/Meilen

Drei Junggolfer mit viel Talent

Die beiden Herrliberger Brüder Tom und Nic Bucher sowie Mick Bernet aus Feldmeilen sorgten unlängst für eine kleine sportliche Sensation. Der Clou: Sie spielen alle beim selben Klub.

Die erfolgreichen Junggolfer Mick Bernet sowie Nic und Tom Bucher (von links) investieren viel Zeit in ihr Hobby.

Die erfolgreichen Junggolfer Mick Bernet sowie Nic und Tom Bucher (von links) investieren viel Zeit in ihr Hobby. Bild: Michael Trost

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Die Freude war wohl nicht nur am rechten Zürichseeufer gross. Die beiden Herrliberger Tom und Nic Bucher sowie Mick Bernet aus Feldmeilen konnten ihrem Verein im Oktober gleich drei Titel bescheren. Die Junggolfer gewannen die Schweizer ASG-Juniorenfinals in Crans Montana (U16) und Limpachtal (U14 und U12).

Die Pointe dabei: Alle drei Nachwuchstalente spielen zur Zeit beim Golfklub Bubikon. «Dass die drei Juniorentitel an einen einzigen Club gehen, gab es vermutlich in der Schweizer Golfgeschichte noch nie», freut sich auch Juniorenleiter Jürg Camichel über den Erfolg seiner Schützlinge. Der dreifache Triumph ist dabei alles andere als nur Glück oder dem Zufall zuzuschreiben. Die drei Jugendlichen investieren enorm viel Zeit und Aufwand in ihr Hobby.

Der jüngste der Sieger, der elfjährige Tom Bucher, hat im Alter von sechs Jahren mit Golfspielen begonnen. «Die Turniere gefielen mir schon immer besonders», sagt der Herrliberger. Deshalb trainiert er inzwischen mindestens zehn Stunden pro Woche. Nun liess er das erste Mal an einem offiziellen Wettkampf alle Konkurrenten hinter sich. Auf einen Podestplatz habe er zwar gehofft, gibt jedoch zu: «Den Sieg habe ich nicht erwartet.»

Bei der Konkurrenz gefürchtet

Sein älterer Bruder Nic hat bereits die U12-Schweizermeisterschaft gewonnen und ist nicht zuletzt deshalb etwas ehrgeiziger: «Ich wollte unbedingt Erster werden.» Seine hohen Erwartungen hätten ihn zu Beginn etwas unter Druck gesetzt. Nach einem guten Start lag er noch mit zwei Konkurrenten gleich auf, siegte schlussendlich aber mit starken sechs Schlägen Abstand. Seinen Fokus hole sich der junge Mann stets über Rituale, die er sich angeeignet hat. So verzichtet er zum Beispiel niemals auf sein Maracuja-Getränk.

Bei der Konkurrenz gefürchtet ist das Jungtalent auch wegen seines für sein Alter überraschend weiten Abschlags. Dieser kommt nicht von ungefähr: Der Schüler der dritten Sek der Sportschule Bubikon steht pro Woche rund 35 Stunden auf dem Golfplatz, auf dessen Areal auch die Schule steht. So kann der Jugendliche Sport und Schule optimal vereinen.

Mick Bernet aus Feldmeilen hat mit acht Jahren die Welt des Golfsports entdeckt. Zur Zeit besucht er das Sportgymnasium Rämibühl in Zürich. Der 15-Jährige investiert heute ebenfalls rund 35 Stunden pro Woche in sein Hobby. Letzte Saison war er am Handgelenk verletzt, weshalb er vor allem froh ist, endlich wieder spielen zu können. Die erste Runde des Finalturniers verpatzte ich ziemlich, konnte mich dann aber stetig steigern», freut er sich deshalb doppelt. Auch er wollte zwar unbedingt gewinnen, habe aber – wie der Jüngste des Erfolgs-Trios – den Sieg beim letzten Turnier des Jahres nicht erwartet.

Keine spezielle Vorbereitung

Tricks zur Konzentration hat Mick Bernet keine speziellen. Für Turniere bereitet er sich jeweils nicht besonders vor, geht aber während des Turniers mit einem Mentalcoach immer wieder die guten Schläge durch.

Für ihre sportliche sowie schulische Karriere haben die drei Junggolfer bereits klare Vorstellungen. Tom Bucher will später ebenfalls auf eine Sportschule und das Golfen daneben eher als Hobby betreiben, «dabei aber immer das Beste geben.»

Sein Bruder Nic Bucher will nach der Sek an die United School of Sports, eine Partnerschule der Swiss Olympics School. Sein Ziel ist der Abschluss der BMS mit KV und danach das College in den USA, um weiterhin ambitioniert Golf spielen zu können.

Mick Bernet zieht es nach Abschluss des Gymnasiums ebenfalls in die Vereinigten Staaten ans College, wo auch er seiner Liebe zum Golfsport künftig treu bleiben möchte. Sollten die drei sportlichen Jungtalente so weitermachen, wird man bestimmt bald wieder von ihnen hören. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.12.2017, 16:29 Uhr

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