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Die Uetiker Schwäne sind wieder da – aber ohne Eier

Das Schwanenpaar, das jeden Frühling im Hafen von Uetikon Eier ausbrütet, ist nach seinem Verschwinden im April wieder aufgetaucht. Die Frage bleibt: Wer hat die Eier aus dem Nest gestohlen?

Das Schwanenpaar Franz und Flocke, das zwischenzeitlich verschwunden war, ist wieder aufgetaucht.
Das Schwanenpaar Franz und Flocke, das zwischenzeitlich verschwunden war, ist wieder aufgetaucht.
zvg/Leserfoto Elsbeth Känzig

Die beiden Schwäne, die jeweils unterhalb eines Mäuerchens im Uetiker Hafen ihr Nest beziehen, werden von Bootsbesitzern und Hafenbesuchern Franz und Flocke genannt. Das Pärchen brütet seit Jahren dort seine Eier aus, wie die langjährige Beobachterin Elsbeth Känzig der ZSZ berichtete. Doch heuer spielte sich ein kleines Drama ab: Am 21. April waren plötzlich alle Eier des Pärchens verschwunden – und mit ihnen Flocke und Franz. Ursprünglich hatten vier Eier im Nest gelegen, dann noch zwei – und schliesslich eben gar keine mehr.

Das Schwanenpärchen bezog sein Nest im Hafen Uetikon im März diesen Jahres.
Das Schwanenpärchen bezog sein Nest im Hafen Uetikon im März diesen Jahres.
zvg / Elsbeth und Hanspeter Känzig
Später hüteten die Schwäne vier Eier.
Später hüteten die Schwäne vier Eier.
zvg / Elsbeth und Hanspeter Känzig
Jetzt ist das Nest leer.
Jetzt ist das Nest leer.
zvg / Elsbeth und Hanspeter Känzig
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Känzig äusserte Ende April die Vermutung, dass jemand die Eier aus dem Nest gestohlen hatte. Dies auch deshalb, weil schon in den Jahren zuvor auf mysteriöse Weise Eier verschwunden waren. Wegen einer Verletzung des Männchens schloss Känzig auch eine Attacke auf Franz nicht aus.

Erst einer, dann beide

Jetzt, zwei Wochen später, hat sie aber gute Neuigkeiten zu berichten: Die beiden Schwäne seien in der Zwischenzeit wieder in den Hafen von Uetikon zurückgekehrt, sagt Känzig. Sie würden regelmässig auf der Rampe, die ins Seebecken führt, ausruhen und übernachten.

Als Erstes hatte die Uetikerin das Männchen wieder gesichtet: «Es stand auf der Rampe und schlief im Stehen.» Einen Tag später sei auch das Weibchen wieder aufgetaucht, danach beide zusammen. Ab und zu würden Flocke und Franz auch das Nest aufsuchen, bei dem die Behörden zum Schutz der Schwäne eine Hinweistafel aufgestellt haben. «Vielleicht trauern sie immer noch ihren Eiern nach», meint Känzig.

Die Skepsis bleibt

Die Eier sind jedoch endgültig verschwunden – und es bleibt unklar, ob sie von einem menschlichen Eierdieb oder von einem Tier aus dem Nest geholt wurden. Eine Uetikerin, die beim Hafen wohnt, hatte sich überzeugt gezeigt, dass ein Fuchs am Werk war. Sie war sicher, im Hafen ein solches Tier mit einem Ei in der Schnauze gesehen zu haben. Dass ein Fuchs der Eierdieb ist, glauben mittlerweile auch andere Uetiker, die sich nach dem Zeitungsbericht bei Känzig gemeldet haben. Ein Anwohner bestätigte zudem, dass ganz in der Nähe des Hafens Füchse mit Jungtieren hausen.

Für Känzig ist die Variante, dass ein Mensch die Eier mitgehen liess, aber nicht vom Tisch. Sie bleibt skeptisch, weil sie keinerlei Spuren von einem Fuchs im Nest oder von kaputten Eiern gefunden habe.

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