Zum Hauptinhalt springen

«Die SVP ist keine Oppositionspartei mehr»

Die SVP stellt die Struktur ihrer Parteispitze um. Als Erster hat Christoph Blocher angekündigt, aus dem Vorstand zurückzutreten. Neu wird er offiziell Chefstratege. Auch wenn das Blocher de facto immer schon war, will er der SVP eine neue Strategie ­geben – mit überraschend konzilianten Tönen.

Christoph Blocher: «Man kann nicht gegen alles Falsche mit Volksinitiativen antreten. Man muss sich auf das Wichtigste konzentrieren.»
Christoph Blocher: «Man kann nicht gegen alles Falsche mit Volksinitiativen antreten. Man muss sich auf das Wichtigste konzentrieren.»
André Springer

Herr Blocher, im Januar haben Sie Ihren Rücktritt als Vizepräsident der SVP erklärt. Kurze Zeit später gaben Sie Ihren «Rücktritt vom Rücktritt» bekannt und lassen sich am 23. April als Strategiechef der Partei aufstellen? War das von Anfang an so geplant?Christoph Blocher: Meine damalige Erklärung war, ich lege meine Funktion als Vizepräsident nieder. Mit bald 76 Jahren würde ich zum alten Eisen gehören, und ich wolle mich – zwar nicht aus der Politik – aber aus der eigentlichen Parteiarbeit zurückziehen. Im Zeitalter von Recycling kann aber aus altem Eisen durchaus auch wieder etwas Neues entstehen. Das ist nun passiert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.