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Nach Babyboom – Spitäler in der Region sind für noch mehr Geburten vorbereitet

Nach dem neuen Geburtenrekord im vergangenen Jahr rechnen die Spitäler in Zollikerberg und Männedorf auch heuer mit einer weiteren Zunahme. Beide Spitäler sind für den andauernden Babyboom aber gut gerüstet – und passen ihre Kapazitäten in diesem Bereich an.

In den Geburtenabteilungen wie hier im Spital Männedorf herrschte auch 2016 Hochbetrieb – es kamen so viele Kinder auf die Welt wie seit vielen Jahren nicht mehr.
In den Geburtenabteilungen wie hier im Spital Männedorf herrschte auch 2016 Hochbetrieb – es kamen so viele Kinder auf die Welt wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Archivbild Manuela Matt

Die Zahl der Geburten in den beiden Spitälern im Bezirk Meilen hat nach 2015 bereits wieder einen neuen Rekord erreicht: Im Spital Zollikerberg stieg sie 2016 auf 2037, das waren 184 oder 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den Neugeborenen waren 51,3 Prozent Buben und 48,7 Prozent Mädchen, wie Brigitte Mercado von der Leitung der Frauenklinik erklärt. Unter den Babys waren zudem 18 Zwillingspaare, und einmal gab es Drillinge.Auch im Spital Männedorf gab es bei den Geburten im letzten Jahr erneut einen neuen Rekord: Hier kamen 534 Babys zur Welt – also 21 mehr als im Vorjahr. 269 waren Buben, 265 Mädchen und sechs Zwillinge, wie Margaret Hüsler, die Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, gegenüber der ZSZ erläutert. So viele Geburten wie 2016 hat es laut Hüsler seit 40 Jahren nicht mehr gegeben.

Babyboom dauert an

Die neuen Rekordzahlen setzen den Trend fort, der auch in der Region schon seit vielen Jahren andauert: Im Spital Zollikerberg haben sich die Geburtenzahlen seit 2003 (mit 1010 Neugeborenen) mehr als verdoppelt. Auch in Männedorf haben seit 2006 – mit kleinen Schwankungen – immer mehr Kinder das Licht der Welt erblickt: So waren es 2006 noch 400 Neugeborene, 2010 schon 477 und 2015 bereits 522.

Und der Babyboom, der in der ganzen Schweiz zu beobachten ist, dürfte wohl auch in diesem Jahr weitergehen: «Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg der Geburtenzahl», prognostiziert Mercado für das Spital Zollikerberg. Die Männedörfler Chefärztin Margaret Hüsler erklärt: «Wir haben bereits jetzt wieder überdurchschnittlich viele Anmeldungen für Geburten.» Das zeige, dass die Zahl wohl weiter steigen werde.

Ausbau und Modernisierung

Doch was bedeutet diese Entwicklung für die beiden Spitäler? Drohen Engpässe in den jeweiligen Geburtsabteilungen? Dem ist nicht so, wie Mercado betont. Die Frauenklinik in Zollikerberg, die derzeit insgesamt rund 170 Personen beschäftigt, reagiert aber auf die steigende Nachfrage im Geburtenbereich mit dem Ausbau ihrer Kapazitäten. Dieses Jahr werde deshalb eine neueGebärabteilung eröffnet, erklärt Mercado.

Das Spital Männedorf hat ebenfalls reagiert: Hier wurde laut Margaret Hüsler ein zusätzlicher Pikettdienst für eine zusätzliche Hebamme eingeführt, die bei Bedarf einspringen kann. Schon 2015 wurden der Gebärsaal und die Wöchnerinnenabteilung renoviert, und eine weitere Erneuerung ist geplant. Das Hebammen- und Geburtshilfeteam sei jedoch «gut aufgestellt», erklärt Hüsler, man könne alle Frauen gut und persönlich betreuen.

Trend zu drei Kindern

Worauf führen die Klinikleiterinnen den andauernden Babyboom neben bekannten Faktoren wie der seit 15 Jahren deutlich gestiegenen Geburtenrate (von 1,38 Kindern pro Frau im Jahr 2001 auf aktuell 1,54 Kinder) in der Schweiz zurück?

Margaret Hüsler meint dazu, dass gerade bei Schweizerinnen ein Trend hin zu drei Kindern spürbar sei. Viele Frauen würden auch die familiäre Atmosphäre im Spital schätzen. Brigitte Mercado führt die steigende Geburtenzahl in Zollikerberg auch auf die Beliebtheit der Geburtsklinik sowie die respektvolle Betreuung der Frauen zurück.

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