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Die Panta Rhei im Käsefondue

Mit einem Wettbewerb hat die ZSZ die besten Ideen für eine neue Autobahntafel gesucht. Manch ein Leser ist auf den Aprilscherz reingefallen – und wollte trotzdem sein künstlerisches Talent beweisen.

Brigitte Amstutz aus Männedorf hat mit der Zürcher Skyline das Siegerbild des Wettbewerbes gemalt.
Brigitte Amstutz aus Männedorf hat mit der Zürcher Skyline das Siegerbild des Wettbewerbes gemalt.
PD
Die vierjährige Soe aus Wädenswil hat die «Panta Rhei» bunt verziert.
Die vierjährige Soe aus Wädenswil hat die «Panta Rhei» bunt verziert.
PD
Schülerin Simi aus Obermeilen sieht die Panta Rhei im Fondue-Meer.
Schülerin Simi aus Obermeilen sieht die Panta Rhei im Fondue-Meer.
PD
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Romantisch schippern die Segelboote über die Limmat, im Schatten des Sonnenuntergangs zeigt sich die Skyline der Stadt Zürich. Die Türme des Grossmünsters ragen ebenso in den Himmel, wie jene von Fraumünster und St. Peter. Die Männedörflerin Brigitte Amstutz lässt diese Szenerie in die Wappenfarben des Kantons Zürich tauchen.

Mit diesem Bild hat Amstutz die Jury des ZSZ-Gestaltungswettbewerbs überzeugt. Zum 1. April hatte diese Zeitung behauptet, der Kanton Zürich wolle neue Autobahntafeln gestalten, um auf die Sehenswürdigkeiten der Region aufmerksam zu machen. Die gesellschaftspolitischen Debatten rund um die Schwyzer Autobahntafeln auf Zürcher Boden entlang der A3 haben uns dabei inspiriert. Um die Leser allerdings nicht allzu sehr in den April zu schicken, lief der Malwettbewerb weiter.

Mit der Region beschäftigen

Brigitte Amstutz darf sich deshalb freuen: Sie gewinnt mit ihrer Autobahntafel den Hauptpreis und darf eine Nacht im Hotel Belvoir in Rüschlikon verbringen. Hotelier Daniel Kost will die Siegerin für ihre Interpretation der Zürcher Skyline entsprechend mit «inspirierender Aussicht über den Zürichsee belohnen». Er gratuliert Amstutz zum kreativen Bild, «welches mehrere Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote vereint aufnimmt und authentisch darstellt.» Auch Simon Elsener, Präsident von Rapperswil Zürichsee Tourismus freut sich über die kreative Ader der ZSZ-Leser: «Es ist immer erfreulich, wenn sich die Bevölkerung um den Zürichsee mit unserer fantastischen Tourismusregion beschäftigt.»

«Das kreative Bild vereint mehrere Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote.»

Daniel Kost

Der Zürichsee ist es denn auch, der Amstutz fasziniert und inspiriert. «Ich habe mir überlegt, welche Ansichten der Region alle kennen», erzählt die Lehrerin für Textiles und Technisches Gestalten. Gerade deshalb hat sie die Skyline der Stadt Zürich als Motiv gewählt und geschickt das Wappen integriert. «Ich wollte vor allem etwas anderes machen, als die Autobahntafeln, die sonst immer braun und grün daherkommen» Ihr Vorteil: Beim Malwettbewerb sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bei richtigen Autobahntafeln schreibt das Bundesamt für Strassen einen Drittel braune Fläche vor.

Brigitte Amstutz ist natürlich nicht die einzige ZSZ-Leserin, die sich am Wettbewerb beteiligt hat. Gleich ein ganzes Couvert voller Zeichnungen hat die Redaktion aus Meilen erreicht. Die Klasse 6b aus Obermeilen hat in der Schule gleich im Akkord Bilder gemalt. Auf einer Karte der Schülerinnen und Schüler heisst es: «Unsere Lehrerin ist auf Ihren ausgeklügelten Aprilscherz hereingefallen, was auch der Grund ist, weshalb wir am Wettbewerb teilnehmen.» Die 17 Bilder hätte die Klasse mit viel Freude gestaltet.

Swissness im Fokus

Lehrerin Bea Schlumpf bestätigt denn auch, tatsächlich auf den Scherz hereingefallen zu sein. «Ich fahre regelmässig in die Innerschweiz und komme an einer solchen Autobahntafel mit Wilhelm-Tell-Motiv vorbei.» Entsprechend plausibel habe sie die Geschichte gefunden – und sofort für die ganze Klasse einen Malbogen ausgedruckt. «Im laufenden Schuljahr mussten die Schülerinnen und Schüler regelmässig Zeitungsartikel mitbringen und diese zusammenfassen oder den Klassenkameraden präsentieren.» Bea Schlumpf hat sich deshalb entschieden, passend dazu auch den Aprilscherz mit der Klasse aufzugreifen. «Natürlich durften die Schülerinnen und Schüler auch wissen, dass ihre Lehrerin dem Scherz auf den Leim gegangen war.»

Von klassischen Zeichnungen mit weissen Schiffen und grünen Hügeln bis zu knallbunten Interpretationen mit farbigen Schiffsfenstern ist bei den Einsendungen der Klasse alles mit dabei. «In meiner Klasse ist auch eine Diskussion darüber entbrannt, ob jetzt tatsächlich ein Drittel des Bildes braun eingefärbt sein muss», erzählt Schlumpf. Für Schülerin Simi war das hingegen kein Thema: Sie setzte die Panta Rhei unter dem Motto «Swiss-Ness» besonders kreativ in mitten von Käsebergen mit Fonduegabeln.

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