Fahrplan

Die neue S20 fährt am Morgen viermal von Stäfa nach Zürich

Derzeit liegt der Fahrplanentwurf für die Jahre 2018 und 2019 zur Vernehmlassung auf. Die S20 bringt dem oberen ­Zürichsee zu Stosszeiten den Viertelstundentakt. Ausgebaut wird auch der Busbetrieb.

Das Wendegleis in Herrliberg-Feldmeilen wird in zwei Jahren fertiggestellt sein. Deshalb ist die Inbetriebnahme der S20 erst im Juni 2019 möglich.

Das Wendegleis in Herrliberg-Feldmeilen wird in zwei Jahren fertiggestellt sein. Deshalb ist die Inbetriebnahme der S20 erst im Juni 2019 möglich. Bild: Archiv / Michael Trost

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Derzeit liegt der Fahrplanentwurf für die Jahre 2018 und 2019 zur Vernehmlassung auf. Die S20 bringt dem oberen ­Zürichsee zu Stosszeiten den Viertelstundentakt. Ausgebaut wird auch der Busbetrieb.

Der Betrieb der S20 konkretisiert sich. Gut zwei Jahre vor ihrer Einführung verrät der Fahrplanentwurf des Zürcher Verkehrsverbundes für die Jahre 2018/2019, zu welchen Zeiten die neue S-Bahn den oberen Zürichsee bedienen wird. Der Fahrplan liegt bis Ende Monat zur Vernehmlassung auf.

Für die S20 sind ab Juni 2019 zwei Zeitfenster von Montag bis Freitag vorgesehen. Insgesamt sollen sieben Züge zum Einsatz kommen. Die neue S-Bahn fährt am Morgen von Stäfa um 6.38, 7.08, 7.38 und 8.08 Uhr. Bis zur Hardbrücke hält sie in Männedorf, Meilen, Küsnacht, Stadelhofen und Zürich HB. Am frühen Abend fährt sie zu drei Zeiten ab Bahnhof Hardbrücke: um 16.52, 17.22 und 17.52 Uhr. Dabei bedient sie die gleichen Stationen wie morgens.

Die oberen Zürichseegemeinden erhalten durch die Einführung der neuen S-Bahn einen Viertelstundentakt – allerdings in einem kleinen Zeitfenster. «Ein Angebotsausbau der S20 ist wegen der fehlenden Infrastruktur zurzeit nicht möglich», sagt Manuela Engeli, Mediensprecherin des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Es gebe keinen Spielraum für weitere Halte.

Verzögerung wegen Rekurs

Mit der Einführung der S20 wird auch der Busbetrieb in der Region ausgebaut. Mehrere Linien der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland fahren dann während der Stosszeiten ebenfalls im Viertelstundentakt: die Buslinien 921 zwischen Herrliberg-Feldmeilen und Meilen, die Linie 925 zwischen Meilen und Männedorf, die Linie 950 zwischen Stäfa und Stäfa-Binz sowie die Strecke zwischen Stäfa und Ürikon.

Eigentlich sollte sie längst fahren, die S20. Wegen Einsprachen zum Wendegleis in Feldmeilen-Herrliberg verzögerte sich aber ihre Inbetriebnahme. Eine Gruppe von Anrainern wehrte sich erfolglos bis vor Bundesgericht gegen das Bauvorhaben der SBB. Mit dem Bau des 300 Meter langen Wendegleises wird Platz für die neue Linie geschaffen. Denn von Meilen verkehrt der Zug nach wie vor grösstenteils einspurig.

Abendkurs kommt wieder

Der Fahrplanentwurf sieht für den Bezirk einen weiteren Ausbau des Angebots vor. So erhält Stäfa ab Dezember 2018 den Abendkurs der Linie 950 zurück. Er war nach einer vierjährigen Versuchsphase wegen zu geringer Auslastung zunächst gestrichen worden. Bei der nun vorliegenden Lösung teilen sich die ­Gemeinde Stäfa und der ZVV die Kosten. Der Bus verkehrt von Montag bis Samstag abends halbstündlich, mit Anschluss von der und auf die S7. Am Sonntag fährt der Bus im Stundentakt bis 23.15 Uhr in den Ortsteil Binz.

Mit dem Fahrplanwechsel kommt es ab Dezember 2018 zu zwei Anpassungen im Minutenbereich. Betroffen sind die S6 von Herrliberg-Feldmeilen bis Tiefenbrunnen und die S7 von Zürich HB bis Uetikon. Ausserdem verschiebt sich der Takt der Kursschiffe, die am Nachmittag von Richterswil über Wädenswil nach Richterswil verkehren. Statt um 15.16 Uhr fährt das Schiff an sämtlichen Wochentagen ab Männedorf neu um 16.16 Uhr.

Erstellt: 13.03.2017, 20:59 Uhr

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Weiterer Ausbau ist angepeilt

Ein grösserer Ausbau des S-Bahn-Netzes am rechten Ufer ist ohne durchgehende Doppelspur undenkbar. Eine solche fordern nicht nur Vertreter der Bezirksgemeinden und der Verein Pro Bus Meilen. Auch für den ZVV stellt die Doppelspur laut Mediensprecherin Manuela Engeli ein wichtiges Ziel dar. Aus diesem Grund hat er dem Bundesamt für Verkehr (BAV) ein Konzept für das strategische Entwicklungsprogramm eingereicht. «Der Ausbau und die Systematisierung des Angebots würden eine deutliche Verbesserung darstellen.» Der Ball liege nun beim BAV, das auf Basis der eingereichten Angebotswünsche bis 2018 eine Botschaft zuhanden des Parlaments ausarbeiten müsse. (rli)

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