Meilen

Die erste Königin in Meilens Geschichte

Sie war am diesjährigen Knabenschiessen die Treff- sicherste. Als Einzige von über 4000 Schützinnen und Schützen erreichte Maria Grieser am Samstag die Höchstpunktzahl. Gestern Abend wurde ihr ein begeisterter Empfang bereitet.

Schützenkönigin Maria Grieser (vorne, Mitte) mit ihrer Familie. Von links: Mutter Monika Grieser, Grossvater Hans Manser, Grossmutter Trudi Manser und Vater Peter Grieser.

Schützenkönigin Maria Grieser (vorne, Mitte) mit ihrer Familie. Von links: Mutter Monika Grieser, Grossvater Hans Manser, Grossmutter Trudi Manser und Vater Peter Grieser. Bild: Sabine Rock

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Über 350 Frauen, Männer und Kinder versammelten sich gestern Abend auf dem Dorfplatz. Nur wenige Wochen nach der grossen Einweihungsfeier des neuen Platzes hatte die Gemeinde schon wieder Grund zu feiern. Diesen Grund lieferte die 17-jährige Maria Grieser. Am Knabenschiessen schoss sie als einzige Schützin 35 Punkte und wurde zur neuen Schützenkönigin erkoren. Gemeindepräsident Christoph Hiller platzte fast vor Stolz. Nachdem vor 30 Jahren Jürgen Leonhardsberger und vor 16 Jahren Daniel Kleiner den Schützenkönigstitel nach Meilen geholt hatten – beide waren auch anwesend –, durfte Meilen zum ersten Mal eine junge Frau als Königin feiern. «In der 1135 Jahre alten Geschichte Meilens gab es noch nie eine Königin. Seit vorgestern haben wir nun eine», sagte Christoph Hiller in seiner humorvollen Festansprache.

Hohe Gratulantin

Untermalt wurde der feierliche Anlass, an dem Speis und Trank von der Gemeinde offeriert wurde, von verschiedenen Delegationen von Meilemer Vereinen. Auch die Polizei war vertreten, auf den Dorfplatz fuhr Maria Grieser in einem offenen Militärfahrzeug vor, das von einem Polizeitöff eskortiert wurde. Die einheimische Gugge Soihunds-Cheibe sorgte für den musikalischen Teil.

Auch die höchste Zürcherin, Kantonsratspräsidentin Theres Weber, liess es sich nicht nehmen, der Schützenkönigin persönlich zu gratulieren. Maria Grieser freute sich über die vielen Menschen, die sie feierten. «Dass die Gemeinde dieses Fest macht, finde ich super, es zeigt, dass sie sich für uns Jugendliche interessiert», meinte sie. Es sei für sie eine Ehre. Obwohl sie den Rummel um ihre Person die letzten Tage genoss, ist die 17-jährige Malerlehrtochter nicht traurig, wenn es bald wieder ruhiger um sie wird. «Es war eine fantastische Erfahrung, aber es ist gut, dass es eine einmalige Sache war.»

Besonders stolz waren auch ihre Eltern, Monika und Peter Grieser, wie auch ihre Grosseltern, Trudi und Hans Manser.

Erstellt: 17.09.2015, 08:42 Uhr

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