Uetikon

Die beiden See-Gymis erhalten denselben Übergangsrektor

Ab März 2017 hat die neue Mittelschule in Uetikon bereits einen Rektor, allerdings noch ohne Lehrer und Schüler. Urs Bamert, der heute die Kantonsschule Wiedikon leitet, macht bis 2018 die Aufbauarbeit – und wechselt dann die Seeseite.

Viel Grün umgibt das Provisorium der Kantonsschule Uetikon, das nach dem Lego-Prinzip aus Holzcontainern zusammengesetzt werden soll.

Viel Grün umgibt das Provisorium der Kantonsschule Uetikon, das nach dem Lego-Prinzip aus Holzcontainern zusammengesetzt werden soll. Bild: NRS in situ AG / Baudirektion Kanton Zürich

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Von beiden Seiten des Zürichsees pendeln heute je etwa 1500 Jugendliche in die Zürcher Mittelschulen. Und es werden immer mehr, selbst wenn die Gymi-Quote auf dem heutigen Stand bleibt: Weil die Bevölkerung wächst, rechnet die Zürcher Bildungsdirektion bis 2040 mit etwa 4000 zusätzlichen Mittelschülerinnen und Mittelschülern im Kanton.

Im Bezirk Meilen wie im Bezirk Horgen sind deshalb neue Mittelschulen für je 1000 bis 1500 Schüler geplant. «Die Stadtschulen sind voll, und sie sind zum Teil sanierungsbedürftig», sagte der stellvertretende Amtschef des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamts, Hans Jörg Höhener, am Montag an einer Veranstaltung in Uetikon.

Während am linken Ufer noch die Standortevaluation läuft, ist die neue Mittelschule in Uetikon schon einen grossen Schritt weiter. Ihren Betrieb soll sie 2018 in einem Provisorium aufnehmen, weil Planung und Bau der definitiven Lösung auf dem ehemaligen Fabrikareal am See noch Jahre beanspruchen werden.

«Schüler für voll nehmen»

Bereits designiert ist mit Urs Bamert der Aufbaurektor des Uetiker Gymnasiums: Ab 1. März 2017 amtet er offiziell als «Projektleiter pädagogischer Schulaufbau» und wird im Dorf ein Büro beziehen. Bamerts Aufgabe ist es, «die Schule mit Regeln, einem Stundenplan, Lehr- und Verwaltungspersonal auszustatten», wie er sagt. Per August 2018 wird er sie dem noch zu bestimmenden Gründungsrektor übergeben.

Der promovierte Biologe ist heute Rektor der Kantonsschule Wiedikon in Zürich. Nächsten Sommer würde er die maximal zulässige Amtszeit von zwölf Jahren erreichen. Deshalb habe sich der Wechsel anerboten, sagt Bamert gegenüber der ZSZ. Der in Aeugst am Albis wohnhafte Bildungsprofi wird gleichsam zum Übergangsspezialisten: Nach der Aufbauarbeit in Uetikon soll er dieselbe Aufgabe für die Mittelschule am linken Seeufer übernehmen. Dabei komme ihm die politische Erfahrung zugute, die er als Präsident der Mittelschulleiterkonferenz 2011 bis 2013 gesammelt habe, sagt Bamert.

In Uetikon sind Bedenken laut geworden, dass es mit den maximal 500 Schülern im Provisorium zu Reibereien im Dorfleben kommen könnte. Bamert rechnet jedoch nicht damit: «Auch die Kanti Wiedikon befindet sich in einem Wohnquartier, und es gibt keine Probleme.» Wichtig sei, dass die Schule die Bevölkerung einbeziehe, etwa mit kulturellen Veranstaltungen – «und dass man die Schülerinnen und Schüler für voll nimmt».

Erstellt: 22.11.2016, 17:57 Uhr

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