Stäfa

Die Sorge vor zu frühen Weihnachten geistert herum

Weil die Bevölkerung eine neue Weihnachtsbeleuchtung auswählt, brennen die Lichter dieses Jahr schon früh. Kritiker befürchten, dass dies auch künftig so sein wird.

Schon jetzt erstrahlt das Dorfzentrum im Adventslicht – es soll die Ausnahme bleiben.

Schon jetzt erstrahlt das Dorfzentrum im Adventslicht – es soll die Ausnahme bleiben. Bild: Patrick Gutenberg

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Das Auswahlverfahren für die neue Weihnachtsbeleuchtung hat einige Stäfner aufgeschreckt. Sie befürchten offenbar, dass die Beleuchtung auch künftig zu diesem frühen Zeitpunkt in Betrieb gehen könnte.

Diese Besorgnis hat der reformierte Pfarrer Michael Stollwerk am Sonntag im Gottesdienst geäussert – und im Anschluss Unterschriften dagegen gesammelt und dieser Zeitung zugeschickt.

Von den rund 140 Gottesdienstbesuchern haben 42 unterschrieben. Sie wollen erreichen, dass die diesjährige frühe Inbetriebnahme der Beleuchtung eine Ausnahme bleibt. «Wir plädieren für die Beschränkung der Illumination auf die Advents- und Weihnachtszeit vom 1. Advent bis zum 6. Januar», heisst es im Schreiben. Alles andere würde als deplatziert und geschmacklos empfunden.

«Der November ist der Monat, in dem man der Toten gedenkt.»

Gegen die Wahl einer neuen Beleuchtung hat die Gruppe nichts. «Die Aktion hat unsere volle Unterstützung», sagt Michael Stollwerk auf Anfrage. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Unternehmensberater wisse er aber, dass solche Aktionen oft als Marktsondierungen dienten. «Aus Versuchsballons werden dann Realitäten.» Der Gemeinde unterstelle er allerdings keine solche Absicht.

Stollwerk, der sich als Pfarrer gerne in die öffentliche Diskussion einbringt, geht es darum, dass die Weihnachtszeit nicht zu früh beginnt. «Das Gefühl für geprägte Zeiten geht sonst verloren. Der November ist der Monat, in dem man der Toten gedenkt.»

Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP) zeigt sich auf Anfrage etwas irritiert. «Es bestand nie die Absicht, die Weihnachtsbeleuchtung in künftigen Jahren früher in Betrieb zu nehmen», sagt er. Die Gemeinde werde dies wie bisher jeweils um den ersten Advent herum tun.

Erstellt: 04.11.2019, 17:07 Uhr

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