Männedorf

Deutliche Mehrheit für Sanierung der Sportanlage

Die Männedörfler stimmten an der Gemeindeversammlung sowohl der Projektierung für ihre Sportanlage als auch dem Budget zu.

Die erste Hürde zur Sanierung der Sportanlage Widenbad ist genommen. Nächstes Jahr entscheiden die Männedörfler über den Ausführungskredit.

Die erste Hürde zur Sanierung der Sportanlage Widenbad ist genommen. Nächstes Jahr entscheiden die Männedörfler über den Ausführungskredit. Bild: Sabine Rock

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Fussball oder zumindest die Infrastruktur dafür stand bei der gestrigen Gemeindeversammlung in Männedorf im Zentrum des Interesses. Nach einer intensiven Debatte stimmte die Mehrheit der 263 Stimmberechtigten dem Projektierungskredit über 408 000 Franken für die Sportanlage Widenbad zu. Sowohl die Plätze als auch die Garderoben sollen saniert und erneuert werden. «Die Sportanlage Widenbad stösst an ihre Grenzen», warb Liegenschaftenvorsteher Thomas Lüthi (SVP) für die Vorlage des Gemeinderats.

Untermauert wurde die Aus­sage Lüthis vom Votum eines FC-Trainers, der ausführte, dass allein im laufenden Jahr 30 Interessenten aus Platzgründen hätten abgelehnt werden müssen. Zwei der Plätze seien nicht mehr bespielbar, doppelte ein Vorstandsmitglied des FC Männedorf nach. Das vehemente Eintreten der Fussballer für ihre Interessen kam nicht von ungefähr, hatte doch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) einen Rückweisungsantrag gestellt.

Rückweisung abgelehnt

Angesichts der angespannten Finanz­lage hatte RPK-Präsident Ruedi Kübler (FDP) gefordert, dass erst die Zukunft des Multimillionenprojekts Allmendhof geklärt sein müsste, bevor die Sanierung des Widenbads in Angriff genommen werden könne. Der Antrag blieb jedoch chancenlos: Eine deutliche Mehrheit schickte ihn bachab.

Für Verwirrung sorgte ein Änderungsantrag von SVP-Präsident Philip Walter. Dieser forderte, die Realisierung in zwei Etappen gestaffelt durchzuführen. Gemeindepräsident André Thouvenin (FDP) lehnte den Antrag mit Hinweis auf die Einheit der Materie ab. Gemäss Thouvenin wären bei Walters Anliegen nicht nur die Aufsplittung des Ausführungs-, sondern auch diejenige des Projektierungskredits notwendig.

CVP-Präsident Etienne Ruedin brachte schliesslich eine leicht abgeänderte Form des ­Antrags ein, die allerdings auch erfolglos blieb. In der Schlussabstimmung gab dann eine grosse Mehrheit der Widenbad-Vorlage ihren Segen. Deutlich angenommen wurde das Budget, das ein Minus von fast 580 000 Franken sowie einen gleichbleibenden Steuerfuss von 95 Prozent vorsieht. Von neun Änderungsanträgen wurde einer gutgeheissen – eine Erhöhung des Budgets um 11 000 Franken war die Folge. Einstimmig an­genommen wurde die Übernahme der Mietkosten für die Kulturschüür.

Erstellt: 13.12.2016, 00:51 Uhr

Artikel zum Thema

Sportanlage soll saniert werden – die Frage ist nur wann

Männedorf Die Gemeinde Männedorf will die Sportanlage Widenbad erneuern. Gegen den Zeitpunkt der Umsetzung wird es an der Gemeindeversammlung allerdings Opposition geben. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles